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Ruhe billig!

„Sparwelle“ bei Bestattungen Ruhe billig!

Von Jens Burmeister

Nur der Tod ist umsonst. Dieses Sprichwort stimmt längst nicht mehr. Traditionelle Bestattungen kosten mehrere tausend Euro. Und das können und wollen sich immer weniger Menschen leisten. Stattdessen heißt es Urne statt Sarg, keine Trauerfeier, keine Blumen – dafür anonymes Begräbnis. Der Trend zur „Discount-Bestattung“ ist unübersehbar.

Wenn Friedhöfe Spiegelbilder der Gesellschaft sind, dann steht es nicht gut um diese. Armut, eine gesellschaftliche Ent-Emotionalisierung und würdelose Geiz-ist-geil-Mentalität sind selbst an den Orten des Gedenkens unübersehbar. Das hat Ursachen: Zum Massenphänomen wurden Sozialbestattungen ab 2004, nachdem die Krankenkassen das Sterbegeld aus dem Leistungskatalog strichen. Heute fressen oft hohe Pflegeheimkosten das Ersparte für die letzte Reise auf. Zudem sind viele Kinder der Arbeit wegen gezwungen, die Heimat mit den Ruhestätten der Eltern zu verlassen. Darunter leidet die Grabpflege. Es ist an der Zeit umzudenken und zumindest den Friedhofszwang zu lockern.

OZ

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