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Sauerei beenden

Schweine ohne Betäubung kastrieren Sauerei beenden

Das Thema ist heikel: Ab 2019 dürfen Ferkel nicht mehr ohne Narkose kastriert werden.

Das Thema ist heikel: Ab 2019 dürfen Ferkel nicht mehr ohne Narkose kastriert werden. Die meisten Verbraucher werden gar nicht wissen, dass den süßen rosa Schweinchen überhaupt so etwas widerfährt, und dann noch ohne Betäubung. Doch es ist so: Gleich in den ersten Lebenstagen verlieren die Neugeborenen per kleinem Schnitt ihre Hoden. Dass das jahrzehntelang opportun war, ist – pardon – eine Sauerei.

Zwar versichern Bauern, dass die Ferkel schon kurz darauf wieder ganz fidel sind. Mag sein. Doch unbestritten ist auch, dass jedes Lebewesen Schmerzen spürt, wenn man ihm ohne Narkose Körperteile entfernt. Deshalb ist es richtig, dass die Politik dem nun ein Ende setzt. Falsch aber ist, wenn dies nur für Deutschland gilt. Der Tierwohl-Gedanke muss sich EU-weit besser durchsetzen. Der Bauernverband will das Thema jetzt stärker publik machen – und riskiert damit erst mal viel Empörung. Trotzdem ist es gut, den Disput nicht zu scheuen. Beim Konflikt zwischen Tierschutz und Wirtschaftlichkeit geht es letztlich ums Geld. Kommt die Narkose durch den Veterinär, wird Schweinefleisch teurer – für den Verbraucher wären es pro Kilo aber nur wenige Cent mehr. Das Wohl der Tiere sollte uns das wert sein.

OZ

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