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Schwere Entscheidung

Schnellere Diagnosen in Notaufnahmen Schwere Entscheidung

Wer hat es nicht schon einmal erlebt: Man verstaucht sich das Handgelenk, klagt über starke Bauchschmerzen oder blutet aus einer klaffenden Wunde.

Wer hat es nicht schon einmal erlebt: Man verstaucht sich das Handgelenk, klagt über starke Bauchschmerzen oder blutet aus einer klaffenden Wunde. Weil der Hausarzt Feierabend hat, geht man in die Notaufnahme – und wartet stundenlang auf Hilfe. Damit soll jetzt Schluss sein: Kliniken bekommen Geld dafür, dass sie schneller entscheiden, wer wirklich ins Krankenhaus gehört und wer auf den niedergelassenen Arzt warten kann.

Der Knackpunkt ist wie so oft das Geld: Weniger als fünf Euro soll es für die Diagnose geben – bei einem Arzt sind damit rechnerisch gerade mal zwei Minuten Arbeitszeit bezahlt. Den Kliniken ist das viel zu wenig. Das ist einerseits verständlich, doch der Vergleich hinkt: Bis jetzt müssen die Ärzte diese Aufgabe nebenbei erledigen und erhalten dafür gar nichts extra. Die sogenannte Abklärungspauschale kommt obendrauf.

Nicht geklärt ist jedoch die Frage, wie es mit den abgelehnten Patienten weitergeht. Der zuständige Notarzt, der sich eigentlich dazu verpflichtet hat, Schaden von seinen Patienten abzuwenden, verurteilt sie im Zweifelsfall zu einer weiteren Nacht voller Schmerzen. Eine schwere Entscheidung, die nicht in Euro bewertet werden kann.

OZ

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