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„Sie sollten ihre Mandate zurückgeben“

Schwerin „Sie sollten ihre Mandate zurückgeben“

Ex-AfD-Mitglieder vor Gründung einer neuen Partei: Leser vermuten Kalkül

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Diese Ex-Mitglieder der AfD-Landtagsfraktion haben sich zu den „Bürgern für Mecklenburg-Vorpommern“ (BMV) zusammengeschlossen und wollen eine neue Partei gründen – Ralf Borschke, Matthias Manthei, Bernhard Wildt und Christel Weißig (v.l.).

Quelle: Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Schwerin. Der AfD haben sie schon Ende September kurz nach der Bundestagswahl den Rücken gekehrt. Nun wollen die „Bürger für Mecklenburg-Vorpommern“ (BMV) eine neue Partei gründen – Ende Januar soll es soweit sein. Der Rechtsruck der AfD habe sie zu zu diesem Schritt veranlasst, sagen die Mitglieder der BMV-Fraktion. Ihr Ziel sei es, künftig bürgerlich- konservative Politik zu machen. Leser diskutieren die geplante Neugründung auf der OZ-Facebook- Seite kritisch und mutmaßen, dahinter stecke Kalkül.

So meint etwa Matthias Wöller : „Bereits mit dem Austritt aus der AfD unmittelbar nach der Wahl und der Gründung eines neuen Flügels ist der Betrug am Wähler vollendet. Damit haben sie sich nur den Platz am Trog gesichert, mehr nicht. Denn so einen Schritt überlegt man sich nicht binnen 24 Stunden. Das war lange geplant.“ Jens Jensen notiert: „Genau, streitet euch weiter und bildet viele kleine Parteien, wo jeder sein eigenes Süppchen kocht, um dann in der Versenkung zu verschwinden. Macht ja auch Sinn.“ Pam Paulsen schlägt den einstigen AfD-Mitgliedern vor, dass es am besten wäre, wenn „gleich jeder Einzelne für sich eine neue Partei gründen“ würde. Gerold Schwarz findet: „Ehrlich wäre es von den Politikern, das Landtagsmandat zurückzugeben“, das sie aufgrund der AfD- Wählerstimmen bekommen haben.

Mirco Friske hält es für „verachtenswert, dass die AfD vor der Wahl was anderes versprochen hat, als sie nun macht, beispielsweise anders zu sein als das Establishment. Daher die Frage: Müsste nicht eher die verbleibende AfD ihre Mandate zurückgeben?“ Thomas Gerber stimmt in den Kanon ein und sagt: „Die haben sich ihre Sitze im Landtag erschlichen.“

Toni Imke schreibt: „Diese Petry-Jünger braucht kein Mensch. Die sollen ihre Mandate abgeben und sich wieder einen neuen Job suchen.“ Michael Stockhaus begrüßt indes die Tatsache, dass „immer mehr Menschen finden, dass die AfDler zu weit rechts stehen und vor allem in ihrem Verhalten nicht besser sind als die Altparteien, die sie ja so großspurig und oft und gerne an den Pranger gestellt haben. Hoffentlich merkt das auch der Wähler.“ Ulrike Schmitt sieht mit dem Schritt der Abkehr von der AfD einen herben Vertrauensverlust einhergehen. „Die werden niemandem irgendwas abgraben.“ Unehrlich sei das . Wer derart handele, habe auch für zukünftige Aktivitäten sämtliches Vertrauen verbraucht. „Niemand wird ihnen mehr glauben.

Zukünftiges Vertrauen ist undenkbar. Solche Karrieristen sind kein Verlust für die AfD.“

Auch Thomas Degrell glaubt nicht, dass diese neue Formation eine echte Perspektive hat. „Die haben keine Zukunft.“ Ruth Böttcher rät: „Die sollten es mal mit richtiger Arbeit versuchen.“ Manfred Reinhardt bezeichnet den Austritt als „Trauerspiel“, das „ so durchschaubar“ sei. Und Gustav Rädler betont: „Ich hoffe nur, dass die Politik insgesamt künftig verantwortungsbewusst zu handeln weiß.“

Juliane Lange

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