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Sollen MV Werften Millionen von Bund und Land erhalten?

Sollen MV Werften Millionen von Bund und Land erhalten?

OZ-Leser sind geteilter Meinung: Schiffbau muss erhalten bleiben / Nächster Flop befürchtet

Rostock. Millionen-Wünsche für den Kreuzschifffahrtbau: Die MV Werften, der neue Besitzer der Werftstandorte Wismar, Warnemünde und Stralsund, plant bei Konzeption und Bau seiner riesigen Schiffe offenbar mit reichlich Fördergeld von Bund und Land. Das Tochter-Unternehmen der malaysischen Genting- Gruppe, das 2016 die Werften kaufte, habe Förderanträge gestellt, heißt es aus dem Bundeswirtschaftsministeriums. Dabei soll es sich um insgesamt 30 Millionen Euro handeln. Weiteres Geld, ein Drittel, müsste bei Zuschlag das Land beisteuern. Die MV Werften seien im Gespräch mit dem Land, so ein Sprecher. Im Unternehmen soll sich die Mitarbeiteranzahl langfristig von 1600 auf 3100 erhöhen.

Unser Leser Gerhard Werner Schlicke hält diese Investitionen für absolut angebracht und notwendig. „Hier werden Arbeitsplätze für eine lange Zeit generiert und damit hat diese staatliche Unterstützung absolute Priorität“, schreibt er. Gernot Hawer stimmt ihm zu: „Nur so geht es weiter ins Morgen.“ Jens Kamradt hat dagegen Bedenken:

„Unsere Werften (sind) ein Fass ohne Boden. Immer rein mit der Kohle.“ Ihm antwortet Klaus-Dieter Teuber : „Was soll man machen – Kohl anpflanzen oder den Schiffbau weiter entwickeln? Man soll das machen, was man am besten kann: Schiffe bauen.“ Das sieht auch Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) so: „Es ist wichtig, Felder, die intensive Forschungs- und Entwicklungskapazitäten sowie die Erschließung neuer Märkte vorsehen, zu unterstützen.“

Das beruhigt Facebook- Nutzer Christian Ko jedoch nicht. „Wer sich in Wismar umhört, wird schnell feststellen, dass einheimische Firmen wohl nur ein kleines Stück vom großen Kuchen bekommen werden. Die meisten werden leer ausgehen“, befürchtet er. Und Sabine Maria Wischer meint: „Hoffentlich wird das nicht wieder ein Flop.“

B. Schmidtbauer

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