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Steigende Strompreise erzürnen OZ-Leser

Schwerin Steigende Strompreise erzürnen OZ-Leser

Experten rechnen mit Erhöhungen von rund 4,4 Prozent in diesem Jahr

Schwerin. Ende der Verschnaufpause für Stromkunden: Der Strompreis zieht in diesem Jahr wieder spürbar an. Zahlreiche Haushalte müssen künftig mehr für ihre Energie bezahlen. So erhöhen 70 regionale Versorger ihre Strompreise ab März, April oder Mai diesen Jahres, wie Daten des Preisportals Verivox zeigen. Laut Schätzungen von Experten werden die Rechnungen für Privatkunden im Durchschnitt um 4,4 Prozent teurer. Das bedeutet für Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden zusätzliche Kosten von 54 Euro. Unseren Lesern missfällt die Ankündigung über die nahende Erhöhung. Sie diskutieren auf Facebook.

„Alle Jahre wieder“, schreibt Andre Bauer wenig erfreut. „Da ist man gespannt auf 2022, wenn diese sinnlose Förderung der erneuerbaren Energien ausläuft. Dann hilft wohl nur, den Stromanbieter zu wechseln.“ Unverständnis regt sich auch bei Hans-Jürgen Kaminski : „Wann hören diese ständigen Erhöhungen endlich auf?“ Die Ausreden und Erklärungen der Konzerne zur Preiserhöhung könne er nicht mehr hören.

Steven Baer notiert, ihn plage das Gefühl, dass jeder an sein Geld wolle. Claudia Hintz empört sich ebenfalls: „Da bezahlt man schon 120 Euro für eine Drei-Raum-Wohnung, in der gelegentlich Waschmaschine, Fernseher und Herd laufen, und trotzdem müssen wir noch ständig draufzahlen. Ich empfinde das als eine Sauerei.“

Seinen Geburtstag feiert Norbert Jacob zwar erst in fünf Wochen, sein „Geschenk“ aber hat er bereits erhalten. „In dieser Woche kam der Bescheid. Ab 1. Mai, zu meinem 66.

Geburtstag, gilt die Preiserhöhung.“ Seine Reaktion: Bei einem Jahresverbrauch von rund 1200 kWh könne er trotz Grundsicherung gut damit leben. „Vater Staat verdient beim Strom noch mehr als bei Benzin oder Diesel. Abzocke“, ist Steffen Dubois überzeugt. Nur 44,9 Prozent seien auf traditionelle Kosten zurückzuführen, moniert unser Leser.

Brunhilde Petereit versteht indes nach eigener Aussage nicht, „wer den ganzen Strom abnimmt und warum er immer teurer wird, obwohl doch Windkraft und Sonnenkollektoren auf dem Vormarsch sind“. Die Strompreiserhöhung schockt Thomas Dehn nicht. Er glaubt, dass weitere „Windmühlen“ aufgestellt werden. „Schließlich bringt das Geld auf der Bank den Millionären keinen Cent mehr.“

Die Energiewende sei ohne genaue Kostenrechnung durchgepeitscht worden, meint Chrissy Flower . „Den Eigentümern wurden utopische Summen zugesagt. Die energieintensiven Betriebe werden von der EEG-Umlage befreit. Nur der Privatkunde muss zahlen. Die Politiker aber sind verpflichtet, den Strom bezahlbar zu halten. Stichwort: Grundversorgung.“

Juliane Lange

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