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Verdrängungspolitik

Rente und Realität Verdrängungspolitik

Von Marina Kormbaki

Der heutige Tag ist für gut 20 Millionen Rentner in Deutschland erfreulich. Im Westen erhalten sie 4,25 Prozent mehr Geld, im Osten gar 5,95 Prozent.

 

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Solche Zuwächse wird es wohl kaum wieder geben. Das deutsche Rentensystem ist nämlich nicht mehr lange finanzierbar. Weiß eigentlich jeder. Doch anstatt den Wandel einzuleiten, Ideen umzusetzen, die die guten Zeiten etwas länger dauern lassen, beschleunigt die Rentenpolitik deren Ende.

Die Rente mit 63, Mütterrente, Debatte um Anhebung des Rentenniveaus Richtung 50 Prozent: Alles Indizien dafür, dass Rentenpolitik Verdrängungspolitik ist. Die demografische Entwicklung blendet man aus. SPD, Union und Gewerkschaften unterstellen, dass die Bevölkerungsstruktur, aus der das Rentensystem der Bundesrepublik hervorging, überzeitlich gültig ist. 1960 kamen auf einen Rentner sechs Erwerbstätige, heute sind es drei, 2030 werden es zwei sein. Wie sollen die Jungen die Alten finanzieren? Darauf muss Politik antworten – schnell. Sie darf jene nicht vergessen, die nach 2030 in Rente gehen werden.

OZ

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