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Verlockende Modelle

Familienarbeitszeit Verlockende Modelle

Von Dieter Wonka

Zu den 156 Familienleistungen im deutschen Sozial- und Steuerrecht möchte die SPD-Familienministerin Manuela Schwesig eine weitere hinzufügen: die neue Familienarbeitszeit samt Monatspauschale. Es ist nicht schwierig, darin ein Wahlkampfmanöver zu entdecken. Das versprochene Familiengeld, das jährlich eine Milliarde Euro kosten würde, ist im Haushalt gar nicht vorgesehen, und für die wöchentliche Arbeitszeitbegrenzung auf 28 bis 36 Stunden fehlt zumindest ein vertraglich zugesichertes Rückkehrrecht auf Vollzeit. Trotzdem ist die Schwesig-Idee mehr wert, als es die spontane Ablehnung durch den Koalitionspartner nahelegt.

 

OZ-Bild

Der Vorschlag zeigt, dass sich die Politik durchaus der Wirklichkeit annähern will. Junge Väter wollen weniger, junge Mütter mehr arbeiten. Also muss die bisher ungleiche Verteilung der Erwerbsarbeitszeit korrigiert werden.

Schwesigs Modelle klingen verlockend. Sie setzen allerdings die flexible Reaktion der Unternehmer auf die Bedürfnisse junger Familien voraus. Wo das nicht möglich ist, muss der Staat entlastend eingreifen.

OZ

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