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Vogelgrippe? OZ-Leser bleiben vorerst gelassen

Vogelgrippe? OZ-Leser bleiben vorerst gelassen

Zwei weitere Fälle bei Nutztieren / Heute tritt bundesweit Eilverordnung in Kraft

Stralsund . In Mecklenburg-Vorpommern sind am Wochenende zwei weitere Vogelgrippefälle bei Nutztierhaltern festgestellt worden. Wie der Kreis Vorpommern-Rügen gestern mitteilte, sind Privathalter in Sassnitz und Sundhagen betroffen. Es handele sich um kleinere Bestände, in denen der Erreger H5N8 festgestellt wurde. Der Kreis habe in Stralsund eine Stabsstelle für die Überwachung der Geflügelpestfälle eingerichtet und appelliere dringend an alle Geflügelhalter, auch kleinste Hühnerhaltungen zu melden.

Damit sind in MV bisher fünf private Nutztierhalter von der Geflügelpest betroffen, davon vier im Kreis Vorpommern-Rügen. Zuvor waren schon ein Tierhalter in Sundhagen, einer in Glöwitz bei Barth und ein Bestand in Mesekenhagen (Vorpommern-Greifswald) betroffen. Landesweit gilt eine Stallpflicht, zudem wurden mehr als 20 Sperrbezirke und etwa 25 Beobachtungsgebiete eingerichtet.

Bei den OZ-Lesern im sozialen Netzwerk Facebook wird wenig Verunsicherung beim Thema Vogelgrippe deutlich. So schreibt Jesko Trübe : „Gut durchgebraten sollte es kein Problem sein, sagt meine Schwester, die Biologin. Nur bei der Vorbereitung der rohen Gans sollte man Flächen klein halten und sehr gut reinigen. Das gilt für jedes Fleisch, insbesondere wegen der resistenten Keime. Wunden an den Händen sollte man unbedingt vermeiden und sich mit Handschuhen schützen und danach alles gut reinigen. Wer das Fleisch vorher wäscht, kontaminiert den Abfluss und den Schwamm, mit dem man reinigt.“

Sven Friesecke glaubt zu wissen: „Das Virus ist für den Menschen ja ungefährlich, man muss nur aufpassen, dass es nicht auf die Hausschweine übergeht, dann erst wird es gefählich für uns.“

„Warum wird nicht rechtzeitig etwas unternommen sondern erst dann, wenn sich die Pest so ausgebreitet hat und dann auch noch nicht mal?“, fragt Gisela Groß . Mitleid mit den betroffenen Geflügelhaltern hat Gert Gömer : „Angst habe ich nicht. Scheiße für die Halter, die haben Arbeit investiert.“ Anke Wolfram sorgt sich um etwas ganz anderes: „Die sind doch schon längst geschlachtet, die guten Weihnachtsbraten! Was soll also diese Panikmacherei jedes Jahr aufs Neue? Das Frühstücksei ist wohl eher in Gefahr!“ Auch Maik Hinke sieht den jüngsten Ausbruch eher gelassen: „Hat es schon immer gegeben und da hat sich früher nie jemand drum gekümmert.“

Heute tritt wegen der Geflügelpest bundesweit eine Eilverordnung von Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) in Kraft. Dann müssen auch kleinere Betriebe Sicherheitsmaßnahmen treffen.

Verstöße gegen die Stallpflicht können mit bis zu 25 000 Euro, in Rostock bis zu 30 000 Euro Bußgeld geahndet werden. Nach Angaben des Agrarministeriums gibt es in M ecklenburg-Vorpommern rund 41600 Geflügelhaltungen mit fast 14,5 Millionen Tieren. Nur 300 Betriebe halten mehr als 1000 Tiere. Die meisten Geflügelhaltungen gibt es an der Mecklenburgischen Seenplatte mit rund 9700, dem Kreis Ludwigslust-Parchim mit 8100 und dann folgt Vorpommern-Rügen.

OZ

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