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Gen-Raps bei Demmin Warnsignal

Von Elke Ehlers

Freisetzungsversuche mit genverändertem Raps sind riskant. Denn es kann zu Kreuzungen mit herkömmlichem Raps kommen, außerdem sind die Samen im Boden viele Jahre keimfähig. In den 1990er Jahre hatten mehrere Züchterhäuser solche Tests in MV durchgeführt. Das war schon damals eine Gefahr für das Rapsland Nummer 1. Denn Vermischung mit herkömmlichem Raps ist nicht erlaubt. Doch die Behörden hatten stets abwiegelt: Keine Sorge, es passiert schon nichts.

20 Jahre später kommt es nun plötzlich bei Demmin zur Vermischung mit einer fast vergessenen Gen-Rapssorte. Ungewollt eingeschleppt von einer französischen Saatgutfirma. Zum Glück ist nur eine kleine Parzelle betroffen. Sonst hätte die Region jetzt nicht Freude an der gelben Blütenpracht, sondern ein ernstes Problem.

Dass die Vermischung unentdeckt von deutschen Behörden auftritt, zeigt aber die Grenze des Kontrollsystems: Es basiert auf Stichproben. Mit großer Wahrscheinlichkeit bleibt da manches unentdeckt. Vor dem Hintergrund des TTIP-Abkommens ist das ein Warnsignal.

OZ

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