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„Woher kommen unsere Lebensmittel?“

Rostock „Woher kommen unsere Lebensmittel?“

Quiz von OZ und Verbraucherzentrale MV stieß auf rege Beteiligung / Nun stehen die Gewinner fest

Rostock. Die Resonanz auf das Quiz von OSTSEE-ZEITUNG und der Verbraucherzentrale MV zur Herkunft von Lebensmitteln war durchweg positiv und die Beteiligung groß. Hier die Auflösungen mit einer kurzen Erklärung.

Frage 1: Auf verpackten Lebensmitteln muss die Anschrift des Lebensmittelunternehmers angegeben werden. Kann man bei einem Apfelmus an dieser Angabe erkennen, woher die Äpfel stammen?

Lösung B: Nein, nur bei unverarbeitetem Obst muss die Herkunft angegeben werden. Erklärung: Die Anschrift des Lebensmittelunternehmers weist nur darauf hin, wo das Produkt zuletzt bearbeitet wurde, also wo das Apfelmus gekocht wurde. In einer EU-Verordnung wurde festgelegt, dass bei unverarbeitetem Obst und Gemüse das Ursprungsland anzugeben ist. Ausgenommen davon ist etwa geschnittene frische Ananas.

Frage 2: Auf einer Eierverpackung ist die Kennnummer der Packstelle anzugeben. Gibt diese Nummer Auskunft über die Herkunft der Eier?

Lösung B: Nein, die Herkunft der Eier ist nur am Stempel auf dem Ei zu erkennen. Erklärung: Obwohl in der Packstellennummer das EU-Land und das Bundesland verschlüsselt sind, in dem sich die Packstelle befindet, sagt dies nichts darüber aus, wo die Eier gelegt wurden. Eine Packstelle kann auch Eier aus anderen Bundes- oder sogar EU-Ländern verpacken.

Frage 3: Der Begriff „Region“ wird von Herstellern sehr häufig verwendet. Gibt es eine gesetzliche Regelung, wie groß die „Region“ dabei sein darf?

Lösung B: Nein, jeder Anbieter darf die Größe der „Region“ selbst festlegen. Erklärung: Angaben auf Lebensmitteln dürfen nicht täuschen oder irreführen. Nach diesem Grundsatz wird auch Werbung mit einer bestimmten Region bewertet. Wie groß die für die Werbung genutzte Region sein darf, ist nicht gesetzlich geregelt.

Frage 4: Bio-Lebensmittel werden nach den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau produziert und kontrolliert. Müssen Bio-Produkte immer auch „regional“ sein?

Lösung B: Nein, die Kennzeichnung „Bio“ sagt nur etwas über die Produktionsweise aus, die Produkte können auch aus Ländern außerhalb der EU stammen. Erklärung: Auch wenn viele Verbraucher regional vermarktete Bio-Produkte kaufen wollen, gibt es doch in den einschlägigen Rechtsvorschriften (EU-Öko-Verordnung) keine Aussagen dazu, in welcher Entfernung zum Erzeugungsort Bio-Lebensmittel vermarktet werden dürfen. Diese können also durchaus aus China oder Neuseeland nach Deutschland auf den Teller gelangen.

Einen der Büchergutscheine, die vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt MV zur Verfügung gestellt wurden, haben gewonnen: Birgit Grelzik (Neukloster), Alexander Range (Bresewitz), Christa Hauptmann (Bad Sülze), Peter Mattern (Potthagen), Gerlinde Schuchna (Broderstorf), Roland Eckfeldt (Rostock), Mechtild Jahn (Wismar), Bernd Schumann (Dassow), Kornelia Kottke (Sundhagen), Astrid Fiebow

(Benz/Insel Usedom). Die Gutscheine werden den Gewinnern zugeschickt.

OZ

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