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23.10.17 Antwort auf OZ 19.10.17 zum Verkehr in Boltenhagen

Kritik an Verkehrssituation in Boltenhagen 23.10.17 Antwort auf OZ 19.10.17 zum Verkehr in Boltenhagen

Reiner Sommer aus Boltenhagen

Boltenhagen. Um einen erträglichen Verkehr in der Ortsmitte zu erreichen, will die Gemeinde Außenparkplätze errichten. Ob der Verkehr sich in Boltenhagen damit normalisiert, dafür gibt es aber keinen Nachweis.

Heute sind die Verkehrsverhältnisse in Boltenhagen kein Stück besser als vor fünf Jahren. Um zukunftsorientiert an der Entwicklung des Ostseebads zu arbeiten, sollten sich im September alle Akteure aus Boltenhagen an einen Tisch setzen und Differenzen bereinigen. Was dann wohl nicht erfolgte. Ein unabhängiges Institut hatte festgestellt, dass Neid, Missgunst und persönliche Befindlichkeiten die Entwicklung im Ort ausbremsen. Dieser Umstand war in einem OZ-Artikel vom September benannt woden.

Die Klagen der Anwohner und Gäste zu den Belastungen der Umwelt werden vom Gemeinderat nicht ernst genommen. So würde es mich nicht wundern, wenn in den nächsten fünf Jahren wieder nichts geregelt wird. Deutet man die im Bauausschuß gemachten Aussagen von einigen Verantwortlichen, so kommt im Ergebnis nur heraus: „Alles bleibt so wie es ist“. Keine Vorgaben wurden gemacht und keine Termine gestellt. Die Gemeindevertreter legen sich nicht fest.

Schaut man sich die Bedingungen zum Titel „Seeheilbad“ an, so werden außer der Veröffentlichung der Badewasserquallität der Ostsee auch die Luftquallität gefordert. Warum wird die Luftquallität nicht veröffentlicht? Warum werden die Immissionswerte von Lärm und Abgasen nicht Kund getan? Über Verkehrszählungen schweigt man still. Die Verkehrsüberwachung wird nicht ausreichend durchgeführt. Wenn ein Strafmandat wegen Falschparken erteilt wird, steht im nächsten Moment an gleicher Stelle der nächste Falschparker. Es sind keine durchschlagenden positiven Ergebnisse bei den Aktionen zur Herstellung von Ordnung und Sicherheit zu erkennen.

Statt Parkplätze rund um die Hotels und entlang der Straßen sollten bepflanzte Parkanlagen für den Erholungssuchenden geschaffen werden. Parkanlagen, auch Grünflächen genannt, sind schon in den gültigen Bebauungsplänen von Boltenhagen ausgewiesen und gefordert. Stellflächen, also Parkplätze mittig des Ortes sollten unterirdisch und in Parkhäusern errichtet werden. Deren Zufahrt sollte aber aus Umweltschutzgründen nicht mehr über die Ostseeallee erfolgen.

Die Gemeindevertreter stehen also vor schwierigen Entscheidungen. Zusammen mit ihrem Planer wird die Gemeinde eine gute Lösung finden, wenn man ihn, den Planer nur läßt und wenn die Gemeindevertreter Willens sind sich beraten zu lassen und wenn dem Fachmann Vertrauen entgegen gebracht wird. Das große Verkehrsaufkommen der verangegangenen Jahre wird weiterhin bestehen bleiben, solange der Verkehr über die Ostseealle zu den Parkplätzen und auch zu den Hotels und den Gästehäusern geleitet wird. Dabei hilft auch kein Parkleitsystem, egal wo deren Hinweise platziert werden.

So gibt es dann auch noch das Problem mit dem Lieferverkehr, was einer gesonderten Lösung bedarf. Es genügt hier nicht nur zu reden, man muß auch handeln, möglichst bald. Schon 1997 am 12. Juli gab es Protesste zum Verkehr. Der Bürger findet keine Beachtung.

Reiner Sommer

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