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Die Rektorin hat Recht

Namen los – bedeutungslos Die Rektorin hat Recht

Rainer Rettig, Prof. Dr. aus Weitenhagen

Weitenhagen. Die Rektorin hat Recht. Die Universitäten leben in einem ständigen Spannungsfeld zwischen Bewahrung und Fortschritt. Sie haben diesen Spagat über Jahrhunderte erfolgreich gemeistert und sind dadurch zu dem geworden, was sie heute sind, nämlich die zweitälteste Institution der westlichen Welt nach der katholischen Kirche. Beim Blick auf die Vergangenheit müssen wir vor allem Lernen, dass jede Generation die zurückliegenden Epochen sowie die Menschen, die in diesen Epochen gelebt haben und deren Handeln neu bewertet. Wenn wir versuchen, einen Menschen aus seiner Zeit heraus zu verstehen, müssen wir ehrlicherweise zugeben, dass unser Urteil entscheidend von unseren eigenen, zeittypischen Erfahrungen und Einstellungen geprägt wird. Mit anderen Worten, es gibt kein abschließendes Urteil, sondern jede Generation muss sich die Vergangenheit und deren Bedeutung für die Gegenwart neu erarbeiten. In diesem Sinn hat der Senat der Universität vor wenigen Wochen eine neue Entscheidung getroffen. Auch diese Entscheidung ist nicht für die Ewigkeit. Aber wir sollten sie wenigstens hier und heute respektieren.

Rainer Rettig, Prof. Dr.

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