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Gedanken zur Geflügelpest

Vogelgrippefälle: Sperrbezirk aufgehoben Gedanken zur Geflügelpest

Dieter Vogt aus Hofheim

Hofheim. Drei Ausbrüche der Geflügelpest in großen Tiermastbeständen und zwei tote Wildvögel in Deutschland sowie der kleinste Verdacht einer Tierseuche haben wieder für Aufregung in unseren Veterinärbehörden gesorgt. In großen Teilen Deutschlands muss das Geflügel eingesperrt bleiben (Aufstallpflicht), umfangreiche Sicherungs- und Desinfektionsmaßnahmen werden der Bevölkerung nahe gebracht. Haben die normalerweise abgeschirmten, geschlossenen Großmastställe ihre Hygienemaßnahmen nicht eingehalten bzw. wie kam der Erreger in den Stall? Weltweite Handelswege?...

Hierzu folgender Gedanke eines Kleintierzüchters: Besteht nicht der dringende Verdacht, dass hier mit dem geltenden scharfen Veterinärsanktionsrecht auch gute Geschäfte gemacht werden, wenn man nur versteht, diese Klaviatur zu spielen. Ist schon einmal aufgefallen, dass die Vogelgrippe immer in der Adventszeit ausbricht und in schöner Regelmäßigkeit nach Weihnachten beendet ist?

Ist weiter aufgefallen, dass immer Arten betroffen sind, die eher untypisch für die Vogelgrippe Hühnerpest sind, nämlich Enten, Gänse und Puten? Man kann sich weiter fragen, warum es sich in aller Regel um einen neuartigen mutierten Virus handelt, der auf jeden Fall dazu führen muss, dass ganze Bestände vorsorglich gekeult werden, obwohl die Tiere optisch völlig gesund aussehen.

Man kann sich weiter fragen, ob man mit unseren heutigen Spitzentechnologien in der Labortechnik nicht immer und bei jedem Lebewesen etwas finden kann. Wenn man sich dann weiter fragt, warum eigentlich in der Adventszeit lebende Gänse, Enten und Puten (allesamt klassische Weihnachtsbraten) angetroffen werden, obwohl diese gerade zu jener Zeit tiefgefroren bei Edeka, Rewe usw. in der Truhe liegen müssten, der kann sich des Gedankens nicht erwehren, dass hier das Veterinärrecht (Keulung so sicher wie das Amen in der Kirche) genutzt wird, um nicht als Weihnachtsbraten abgeflossene Bestände von der Tierseuchenkasse bezahlen zu lassen. Das ist wahrscheinlich auch die Erklärung, warum nach Weihnachten die Vogelgrippe immer schlagartig abebbt. So denkt natürlich nur ein Schelm. Die offizielle Erklärung liegt im Flug der Zugvögel zu dieser Jahreszeit (welche große Flugleistung eines kranken Tieres!).

Die (völlig unsinnige) Maßnahme des Aufstallungsgebotes führt übrigens auch noch zu anderen Effekten. Solange das Aufstallungsgebot gilt, finden kaum (keine) Kontrollen der verschiedenen Eiertypen statt. Also, Freiland-, Bio-, Bodenhaltung oder Käfighaltung. Ahnt man schon, auch dort lässt sich in dieser Zeit mancher Euro machen, wenn nicht mehr differenziert wird, bzw. nicht geprüft wird, welches Ei eigentlich in der Verpackung steckt.

Die Geflügelpest wird es nicht schaffen, aber die ständig schärferen gesetzlichen Auflagen unseres Bundeslandwirtschaftsministers Schmidt (CSU) werden dafür sorgen, dass in unserem schönen Land bald auf den Dörfern Ruhe einkehrt und kein Hahn mehr kräht. Die Lebensmittelindustrie wird sich freuen und uns das Chlor- Hähnchen servieren. Zu hoffen bleibt, dass sich das „Virus“ nicht noch auf andere Behörden in Berlin auswirkt und sich unsere „Volksvertreter“ wie z. B. Bürgermeister, Landräte, Landtagsabgeordnete doch mal mit den oben angeführten Gedanken befassen.

 



Dieter Vogt

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