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Gedanken zur Wiederwahl des Bundespräsidenten

Rostock Gedanken zur Wiederwahl des Bundespräsidenten

Hans-Jürgen Reister aus Rostock

Rostock. Wie jeden Morgen saß ich heute mit meiner Frau beim Frühstück und wir blätterten, wie auch jeden Morgen in der OZ unserer Tageszeitung.

Da gab das Smartphone meiner Frau dieses bedeutsame Signal von sich, dass sie immer sofort erhält, wenn, wie sie sagt, „etwas zum Weltfrieden“ mitgeteilt wird. Nicht so, als wenn unser Sohn anruft oder unsere Freunde sich melden. Nein, bedrohlicher und Unheil ahnender.

Das war dann heute morgen wirklich eine Bombe, die da geplatzt war. „Alle Deutschen wollen Gauck!!“ So wurde es uns suggerierend mitgeteilt. 90 Prozent repräsentativ ausgewählt befragter Bürger hätten für eine weitere Amtsperiode plädiert. Ich nicht und im Kreis meiner großen Bekanntschaft wohl die Meisten auch nicht.

Ein Pastor, der in Rostock, als die „Wende“ so gut wie vollzogen war, noch schnell auf den Zug aufgesprungen ist, der ihm den Ruf eines „aktiven Widerstandskämpfers“ einbringen sollte. Dann aus dem etwas provinziellen Mecklenburg auf nach Berlin in die „große Politik“. Bei dieser Gelegenheit hat sich der Herr Pastor auch gleich von seiner langjährigen Ehefrau entsorgt, allerdings „ohne Scheidung“. In der Bibel heißt es ja schließlich in den 10 Geboten: „Du sollst nicht ehebrechen!“

Ins Schloss Charlottenburg, die Residenz der Bundespräsidenten, zog er dann auch mit einer seiner Liebschaften ein und den Medien präsentierte er sie immer dreister, nach und nach als „First Lady“. Natürlich sprangen die deutschen Medien schnell und überwiegend ohne Skrupel auf diese Form des Volksbetruges an.

Frau Schadt übt sich seitdem auf jedem seiner Auftritte in Deutschland und beinahe überall in der Welt in dieser Rolle der „First Lady“. So ganz nebenbei interessiert mich, wer trägt eigentlich die Kosten dafür, dass unser Bundespräsident auf jeder Reise in Begleitung einer Freundin aufwendig residiert?

Inzwischen frage ich mich, warum die „repräsentativ ausgewählten Bürger“ bei der Befragung nicht gleich gefordert haben, Deutschland in eine konstitutionelle Monarchie umzuwandeln und Pastor Gauck zum König von Deutschland zu krönen, frei nach dem Wunsch: “Wir wollen unsern alten Kaiser Willem wieder haben!“

Wenn ich Frau Schadt zum Beispiel beim Besuch der Queen in Berlin beobachtet habe, dann hat sie sich schon eifrig bemüht, den Eindruck einer „Scheinqueen „zu vermitteln. Während die englische Queen freundlich und dezent den Zuschauern am Ufer der Spree bei der Bootsfahrt zulächelte, hat „unsere First Lady“ huldvoll und heftig in jede Kamera gewunken und dem „Volk „herablassend zugenickt, dass ich geneigt war darüber zu zweifeln, wer denn nun die Queen und wer die „first Freundin“ unseres Bundespräsidenten war. Mätresse, so schlicht und treffend wählte man früher die Bezeichnung, wenn Herrscher im feudalen Europa ihre Ehefrauen ins Abseits schoben und an deren Stelle mit ihren Geliebten öffentlich posierten.

Natürlich ist es auch die völlig unchristliche Aufforderung Pastor Gaucks, dass Deutschland endlich wieder auch militärisch eine aktivere Rolle in der aufgeheizten Weltpolitik spielen müsse, die mich persönlich dazu veranlasst, nicht in den Chor derjenigen einzustimmen, die fordern: „Mach es noch einmal Joachim!“

Hans-Jürgen Reister

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