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Karlshagen: Geplante Schul-Ehe umstritten (07.07.2016)

Karlshagen Karlshagen: Geplante Schul-Ehe umstritten (07.07.2016)

Jana Neitzel aus Karlshagen

Karlshagen. Als Elternrat der Klasse 1a der Grundschule Karlshagen möchten wir noch einmal unsere Bedenken zu der geplanten Fusion der Grundschule mit der Regionalen Schule Karlshagen äußern. Jedes Kind ist ein Stück Zukunft und sollte somit gerade zu Beginn seiner Schulzeit unter besten Voraussetzungen lernen können. Dies ist unserer Meinung nach bei dem sehr ambitionierten und liebevollen Team samt Schulleitung gegeben. Unserer Ansicht nach gibt es keinen triftigen Grund, an diesem stabilen Gerüst zu wackeln, denn am Ende sind die Grundschüler, die Kleinsten und Jüngsten, die Leidtragenden.

Die mit einer Zusammenlegung verbundene Kürzung der Schulleiterstunden sowie das Wegfallen der Schulsozialarbeiterstelle birgt die Gefahr, dass Kinder, die einen schwierigeren Einstieg in das Schulleben haben, am Ende "verloren" gehen könnten. Gerade Schulanfänger benötigen einen vertrauten und familiären Raum, das betrifft auch ihre Lehrer als Vertrauenspersonen. Auch die angesprochenen Ausfallstunden können wir so nicht bestätigen. Aus unserer Erfahrung sind bei Lehrerausfällen immer Möglichkeiten geschaffen worden, den Kindern trotzdem alle Lerninhalte zu vermitteln.

Jetzt zum Ende des 1. Schuljahres wurde der Lehrplan eingehalten und die Kinder haben in allen Bereichen große Fortschritte gemacht. Vertretungslehrer aus der Sekundarstufe einzusetzen, halten wir in diesem Rahmen eher für kontraproduktiv. Die ebenfalls angesprochene fehlende Kooperation unter den beiden Schulen sollte unseres Erachtens auch ohne eine Zusammenlegung verbesstert werden können.

Auch möchten wir noch einmal zu Bedenken geben, dass in einer Umfrage über 80 Prozent der Eltern von Grundschülern gegen die geplante Fusion gestimmt haben. Befürworter aus den Fraktionen würden sich somit gegen diese 80 Prozent stellen, obwohl sie sich als gewählte Gemeindevertreter verpflichtet haben, im Sinne der Bürger ihrer Gemeinde zu arbeiten. Wir bitten also noch einmal alle Beteiligten, ihre Entscheidung und die daraus resultierenden Folgen noch einmal gründlich zu überdenken und sprechen gleichzeitig noch einmal Der Schulleiterin Frau Seber und ihrem Team unser vollstes Vertrauen aus.

Jana Neitzel

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