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Die Zukunft liegt bereits im Jetzt

Fünf Millionen mehr für neues Theater Die Zukunft liegt bereits im Jetzt

Arne Schoor aus Rostock

Rostock. Über den Zusammenhang von Gegenwart und Zukunft haben viele Köpfe intensiv nachgedacht. In der Regel ist unsere politisch motivierte Zukunftsprojektion heute von der Gegenwart abgetrennt, da der Politikentwurf schon zu weit in der Vergangenheit liegt. Dies führt zu den alltäglichen Verzerrungen und Beschädigungen, welche auch die Politikwahrnehmung negativ beeinflussen. Mit Zahlen ist menschliche Zukunft nur bedingt zu untersetzen.

Die hoch willkommenen Baumillionen für eine hervorragende Hochschule wirken mit eventuell nur unbedacht erzeugten Gestik des Ministers verletzend und demütigend, wenn wir den tiefen Riss durch das Rostocker Innenleben mit etwas Empathie zur Kennntis nehmen wollten. Und das Theater ist ein tragender Bestandteil dieses Innenlebens, der so oft politisch beschworenen Identität, die nur begrenzt monetär zu fassen ist, weil keiner sie wirklich konsequent (monetär) erforscht.

Die Trennung von Kommune und Land war vom Gesetzgeber weder für das Denken noch für die Art der Kommunikationsstile gedacht. Aus der Perspektive der Lebenswissenchaften (UNESCO-Definition) ist die Theaterpolitik in sehr vielen Belangen nicht auf aktuellem Stand. Zukunftssichere Strukturen brauchen gesunde Menschen. Das schließt solche in Theatern und Ministerien mit ein.

Ein Schiffbruch in Rostock hat Konsequenzen für das gesamte Land. Das sollte der kleinste Nenner sein, um endlich das im Raum stehende künstlerische Zukunftsverbot des Stadttheaters vom Tisch zu bekommen. Das Beharren auf unverrückbaren Positionen ist eher Zeugnis von Unbeweglichkeit im kooperativen Denken. Wie anachronistisch wirkt dabei, dass die schon erzeugten und drohenden Beschädigungen von Kultur und Politik untrennbar mit einander verbunden sind.

Von Arne Schoor

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