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Ursache für Pflegekräftemangel unklar

Kinder-Krebsklinik vor Aus: Uni braucht Hilfe aus Greifswald Ursache für Pflegekräftemangel unklar

Andreas Krause aus München

München. Mit einiger Verwunderung habe ich Ihren Artikel zur Rostocker Kinderkrebsstation gelesen. Vor allem die Argumentation mit dem Fachkräftemangel in Rostock erscheint mir ein wenig zweifelhaft. Die Rostocker Universitätmedizin beschäftigt 3400 Mitarbeiter für 1028 stationäre Betten, das heißt 3,3 Mitarbeiter pro Bett. Greifswald kommt mit 4900 Mitarbeitern und 922 Betten auf ein Verhältnis von 5,3 Mitarbeitern pro Bett. Aus meiner Sicht gibt es daher vielmehr eine generelle Schieflage bei der Personalausstattung beider Universitätskliniken.

Noch größer wird die Diskrepanz, wenn man die höheren Studentenzahlen in Rostock im Vergleich zu Greifswald berücksichtigt. Ich hätte erwartet, zu den Ursachen der Ungleichheit etwas in Ihrem Artikel zu erfahren. Man kann natürlich ein Klinikum klein sparen, um dann alternativlos nur noch eine Fusion als Ultima Ratio aus dem Hut zu zaubern. Da hätte ich mir kritisches Hinterfagen der Landespolitik gewünscht.

Wäre nur ein Fachkräftemangel das Problem, müßte die Universität Rostock im medizinischen Bereich mehrere hunderte offene Stellen im Pflegebereich haben. Die offenen Stellen im Internet liegen dagegen in der Größenordnung von 20, davon Stand heute eine in der Kinderklinik.

Andreas Krause

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