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Was soll das denn?

Nahbus rollt mit neuem Fahrplan Was soll das denn?

Adolf Wittek aus Tüzen

Tüzen. Der Artikel über NAHBUS hat mich verwundert. Das Fahrplannetz funktioniert, auch wenn Fahrgastzahlen, nicht wie erwartet gestiegen sind. Mit der Wirtschaftlichkeit muss man noch warten, bis die Neuerungen greifen. Wo ist hier die Ehrlichkeit gegenüber unseren Bürgern geblieben?

Die Einnahmen aus dem Fahrscheinverkauf haben ein Minus von 47,25 Prozent und die NAHBUS GmbH braucht nicht einmalig 500.000 € sondern monatlich, bis grundsätzliche Änderungen angepackt werden. Herr Lettau selbst hat am Ende eines sechsseitigen Schreibens (30. Juni 2016) dem Landkreis mitgeteilt: „Ergreift der Gesellschafter der Gesellschaft jedoch keine liquiditätssichernden Maßnahmen, wird die NAHBUS Nordwestmecklenburg GmbH, umgehend insolvenzprüfende Maßnahmen ergreifen müssen.“

Grundsätzlich ist eine Angleichung der Verhältnisse an den Fahrplan immer begrüßenswert und für den Bürger wird es besser. Die Verbesserungen brauchen aber Nachhaltigkeit und die ist bei einem selbst errechneten, fehlenden Finanzbedarf von 2.747.550 € nicht gegeben. Angesichts des Schreibens vom 30.Juni 2016 muss eine Nachhaltigkeit der Verbesserungen angezweifelt werden.

Es geht nicht „nur“ um 500.000 € im Juli, sondern weitere sechs-stellige Zahlungen jeden weiteren Monat in diesem Jahr. Das Jahr 2017 wird es auch nicht besser. Laut dem Schreiben braucht NAHBUS von Juli bis September 2016 monatlich 415.850 €, von Oktober bis Dezember 2016 monatlich 500.000 €.

Die vorgeschlagenen Verbesserungen sind nicht einmal geeignet , ein Defizit von 2.350.000 € in der Position „Einnahmen Fahrscheinverkauf“ auszugleichen. Angesichts eines Minus von monatlich ca. 500.000 € droht ein Verlustausgleich zwischen 5.000.000 und 6.000.000 €, den der Landkreis aus Steuermitteln ausgleichen muss. In der Endkonsequenz zahlen das die Städte und Gemeinden über die Kreisumlage. Dafür werden schon mal wieder Buslinien abgeschafft.

Entweder wird in dem kommenden Jahr die Kreisumlage merklich steigen, oder der Landkreis denkt mal ganz schnell nach, wie die Busunternehmen vor der Fusionierung gearbeitet haben. Ein Defizit in dieser Höhe gab es vor der Fusionierung nicht. Der Kreistag kann sich auch dafür aussprechen, mit fünf Mllionen Euro den ÖPNV jährlich zu stützen. Hierfür muss es eine ehrliche Diskussion mit den Gemeinden und dem Kreistag geben. Nochmal, es sind am Ende die Gemeinden, die über die Kreisumlage die Kosten tragen.

Adolf Wittek

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Grevesmühlen/Wismar
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