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Zuggeschäfte nutzen

Händler wehren sich gegen Umbaupläne Zuggeschäfte nutzen

Gert Bentin aus Grevesmühlen

Grevesmühlen. Ich gehöre selbst dieser AG Wismarsche Straße an und möchte hier klarstellen, dass die angedachte Verbreiterung des Fußweges ein Kompromiss ist. Von einer Fußgängerzone war nie die Rede.

Trotzdem glaube ich, dass die Händler einem großen Irrtum aufgesessen sind. Es gibt doch nur eine Handvoll Geschäfte, die noch gezielt angefahren werden. Das sollte man nutzen, um auch den Geschäften zu helfen, die nicht dazu gehören, mehr Zufallskäufer zu bringen, die mit dem Auto kommen.

Grevesmühlen hat das Glück, zwei Parkplätze in unmittelbarer Nähe der Einkaufsmeile zu haben. Der Sparkassenplatz hat seit dem Weggang von Markant genug Kapazität. Ein Weg von dort bis zum Bastelladen, der sicher eine Zugfunktion hat, ist nicht länger als der Weg vom Parkplatz Sky-Marktkauf bis zur jeweiligen Fleischtheke. Diesen Weg nimmt jeder in Kauf!

In der Innenstadt hätte das dann den Nebeneffekt, das dieser Kunde sich eventuell noch ein Buch kauft oder auch ein Medikament aus der Apotheke mitnimmt. Man sagt, dass ein Zuggeschäft drei andere mit ernährt. Die Brötchentastenparker bringen diesen Effekt leider nicht.

Ich zweifele aber auch sehr an der Aussage: „Die meisten Kunden kommen mit dem Auto“. Nach meinen Beobachtungen lebt unsere Innenstadt hauptsächlich von den Bewohnern der Innenstadt, die zu Fuß kommen und den älteren Menschen aus den umliegenden Stadtteilen und Orten, die zwar mit dem Auto kommen aber in der Regel nicht in der Einkaufsmeile parken!

Die Internet-Generation kommt sowieso nicht in die Innenstadt zurück, also sollten wir doch wenigstens der älteren Generation einen guten Aufenthalt, mit Bänken zum Verweilen und einen gut begehbaren Bürgersteig gönnen. Auch Touristen würden sich dann gerne in unserer Stadt aufhalten, auch wenn es nur ein halber Boulevard ist.

Gert Bentin

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