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„Alte Häuser verschwinden: Verliert Rostock sein Gesicht?“

Endgültiger Abriss der Heinkelmauer beschlossen „Alte Häuser verschwinden: Verliert Rostock sein Gesicht?“

Elisabeth Werner aus Rostock

Rostock. Angenommen, wir schrieben das Jahr 2067 und hätten da nun historische Architektur Rostocks vor Augen. Würden wir uns nicht freuen, über einen klugen, kreativen sowie weitsichtigen Umgang mit diesen alten Bauwerken, mit welchem ihnen im Jahre 2017 begegnet wurde?

Zukunft ja, Wachstum selbstverständlich! Aber bitte ohne dabei Individualität und Identität einbüßen zu müssen. Und Zeit für Besonnenheit muss immer sein. Apropos Identität: Heute schon müssen wir den global- wirtschaftlichen Einheitsbrei auszulöffeln, den wir uns selbst eingebrockt haben. Da jedes europäische Großstadtinnere bereits von Labeln ewig gleicher Verkaufsketten geschmückt wird, liegt im Verkauf der Exotikfaktor quasi bei null. Ganz zu schweigen von Tradition und Handwerk. Möchte man dies auch in Zukunft für die Stadtarchitektur? Wohl kaum.

Hier helfen nur Werte und Prinzipien, die auf einen unbestechlichen und effizienten Denkmalschutz hinauslaufen. Natürlich in Verbindung mit modernen architektonischen Ansprüchen.

Die Hochschule für Musik und Theater Rostock ist nur eines von etlichen gelungenen Beispielen, Altes mit Neuem, hohe ästhetische Ansprüche mit Funktionalität zu kombinieren. Denkmalschutz und Architekturwettbewerbe machen es möglich. Ein Blick in die Zukunft macht´s nötig. Dass der gesteigerte Attraktivitäts- und Individualitätswert der Stadt wirtschaftlich zu Gute kommt, versteht sich von selbst.

Auch wenn´s teuer wird, diese Investition ist die Stadt ihren Kindern und Kinderskindern schuldig und diese werden es ihr danken. Die Instanz Denkmalschutz kann nur das letzte Wort haben, sonst wäre dieser gänzlich sinnlos und Rostock verlöre auch noch den historischen Rest seiner architektonischen Charakteristika für einen nicht gewagten Blick über den Tellerrand.

Elisabeth Werner

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