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Ganz tief durchatmen?

Hansestadt atmet auf: Die Luft ist so sauber wie noch nie Ganz tief durchatmen?

Ina Weber aus Leipzig

Leipzig. Man muss schon ganz tief durchatmen, um die Meldungen vom vergangenen Wochenende (24. und 25.9.) zur Luftqualität in Rostock verdauen zu können. Ich habe in den darauf folgenden Tagen auf eine Relativierung der euphorischen Informationen (sauber wie noch nie, sauber wie seit Jahrzehnten nicht) gewartet, leider umsonst.

Noch im Januar wollten die Rostocker Grünen das Steinkohlekraftwerk im Überseehafen abgeschaltet wissen, weil es jährlich etwa 2.500.000 Tonnen Kohlendioxid (Klimakiller) und auch etwa 25 kg Quecksilber und 40 kg Arsen (Menschenkiller) ausstößt. Daraus wird natürlich nichts.

Andere Luftverschmutzer wie beispielsweise die Rostocker Müllverbrennung (für die es nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Greifswald nicht einmal eine gültige Genehmigung gibt) oder auch Power Oil, zu deren Luftbelastung die betroffenen Einwohner eigens eine Facebook-Seite ins Leben gerufen haben (Rostock stinkts gewaltig), geraten bei der Bewertung der Rostocker Luftqualität nicht ins Blickfeld. Eigenartig!

Ina Weber

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