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In guten wie in schlechte Zeiten?

Hansestadt will Millionen von der Sparkasse In guten wie in schlechte Zeiten?

Dr. Kurt Eiselmann aus Rostock

Rostock. Sich in guten Zeiten an die wirtschaftlichen Erfolge der städtischen Unternehmen zu klammern, halte ich für eine sehr vereinfachte Sichtweise. Natürlich profitiert man da von den Gewinnen (z. B. Wiro, Hafen), gleichzeitig muss die Stadt bei diesen Firmen aber auch die Verluste tragen, falls es eine Wirtschaftsflaute gibt.

Bei der Ostseesparkasse funktioniert das so aber nicht. Wenn die Ospa in eine große Schieflage kommt, greift zunächst der Ostdeutsche Sparkassenverbund und stützt die Ospa mit Darlehen (siehe auch die Sparkassen in Schleswig Holstein). Die Stadt wäre hier also in einer Win-Win Situation: Bei Gewinn partizipieren, bei Verlusten einfach wegschauen. Unfair!

Man darf auch nicht den Beitrag unter den Tisch kehren, den die Ospa mit ihren Steuerbeiträgen und Spenden für die Region leistet. Welches andere Unternehmen führt jährlich so viele Millionen ab? Keins!

Wenn die SPD sich eine Verwendung für die Gewinne der Ospa überlegt, könnte sie natürlich auch direkt an die Mitarbeiter der Ospa denken. Die bekommen nämlich seit einigen Jahren keinen Tariflohn mehr und verdienen somit weniger als andere Bankangestellte. Das würde auch in dass ehemalige Konzept der SPD passen, nämlich für gerechteren Lohn. Aber an die einfachen Arbeiter denkt die SPD schon lange nicht mehr!

Dr. Kurt Eiselmann

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