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Kein Bahnsystem fordert so viele Unfallopfer wie das elektrische

Gefahr im Gleis: Bundespolizei verschärft Kontrollen Kein Bahnsystem fordert so viele Unfallopfer wie das elektrische

Mathias Schäfer aus Köln

Köln. In einem Jahr passieren bundesweit etwa 25 Bahnstromunfälle mit Menschen und tausende mit Tieren. Laut Eisenbahnbundesamt (EBA) verursacht der (überwiegend elektrische) Bahnverkehr je Streckenkilometer sogar weit mehr Vogelopfer als die Strasse.

Anstelle verschärfter Kontrollen, die im tausende Kilometer großen elektrifizierten Bahnnetz nur punktuell möglich sind und daher wenig ausrichten können sollte es mehr effektive Stromschlagsicherheit geben: Masten und Fahrzeuge mit Kletterschutz, wie an Bahnfunkmasten längst üblich.

Mehr Aufklärung über Bahnstromgefahren ist dringend nötig, weil Oberleitungen ebenso gefährlich sind, wenn kein Zug kommt. Ferner, weil Oberleitungen mitten durch Wohngebiete führen, wo die öffentliche Stromversorgung längst auf Erdkabel oder isolierte Freileitungskabel umgestellt wurde. Sind die Oberleitungen ohne Berührungsschutz hier überhaupt noch zeitgemäss ?

Tiere kann man schon gar nicht über Stromgefahren aufklären. Übrigens empfiehlt das Eisenbahnbundesamt in einer neueren Veröffentlichung eine Abkehr vom Oberleitungsbetrieb – allein wegen der Häufung klimawandelbedingter Oberleitungsausfälle, d.h. durch Eis, Sturm, Blitz usw.

Als Fahrgast kennt man durchaus weitere Ausfallursachen: Kinderballons, Vögel, Eichhörnchen, Bauplanen, Vandalismus, Kupferdiebstahl, Instandhaltungsmängel (Oberleitung, Vegetationskontrolle, Fahrzeuge), Kollision mit Kran oder Bagger usw.

Es gibt noch mehr Vorteile oberleitungsfreien Bahnverkehrs, der übrigens auch ohne Oberleitung klimafreundlich betrieben werden könnte, doch das wäre ein weiteres Thema.

Von Mathias Schäfer

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