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Ordnungsamt muss konsequent handeln

Kinder zünden Auto an Ordnungsamt muss konsequent handeln

Bernd Bohnhof aus Rostock

Rostock. Lassen Sie mich zu dem Artikel ein paar präzise, wenn auch wenig erfreuliche Angaben, beisteuern. Bei dem angezündeten Auto handelt es sich um einen Ford Fiesta, der auf dem alten Messeglände auf dem Gebiet des in der DDR dort ansässigen Kraftfahrzeugbetriebes illegal entsorgt wurde, und zwar in der Zeit von Freitag, dem 7. April 2017 zum Samstag, den 8.April 2017. Ich habe das am 8. April über den Notruf der Polizei gemeldet. Das Auto steht also nicht seit längerer Zeit dort, sondern seit gut einer Woche.

Zu diesem Zeitpunkt war das Auto unbeschädigt. Es fehlten lediglich die Kennzeichen. Am Donnerstag, den 13. April war das Auto dann völlig verbeult und sämtliche Scheiben waren zerstört und die Reifen zerstochen. Die Ziegelsteine, die zum Einschlagen der Scheiben benutzt worden waren, lagen im Fußraum der Beifahrerseite. Ich nahm das zum Anlass, mich über die Telefonnummer der Stadtverwaltung zu melden. Dort wurde ich zum Verantwortlichen für Ordnungsangelegenheiten verbunden. Der Herr kannte das Auto bereits. Meine Meldung bei der Polizei hatte also schon mal einen Informationsfluss in Gang gesetzt.

Ich schilderte den Verlauf und äußerte die Befürchtung, dass das Autowrack demnächst in Flammen aufgehen könnte. Außerdem gab ich meiner Meinung Ausdruck, dass ein Auto in einem Stück wohl besser abzutransportieren sei. Er stimmte mir zu und wollte sich kümmern. Am Ostersonntag konnte ich auf einem Spaziergang dann sehen, dass in der davorliegenden Nacht die Batterie des Autos demontiert worden war. Wenige Stunden später hat es dann gebrannt.

Warum schreibe ich das alles? Ich möchte die Menschen sensibilisieren, Ihre Verantwortung gegenüber der Natur gerecht zu werden. Auf dem alten Messeglände wird von allen möglichen Zeitgenossen Unrat entsorgt. Aber auch das Wäldchen entlang des Helene-Bäumeler-Weges und des ausgewiesenen Landschaftsschutzgebietes zwischen Evershaden Süd und den Schutower Kreuz sind betroffen. Man bewegt sich hier fast wie durch eine Müllkippe.

Allerdings zeigt die Geschichte auch, wie unser Ordnungsamt arbeitet. Die Kosten für die Eltern der Kinder und die Gefahren für deren Gesundheit hätten sich bei einer Reaktion auf die Mitteilungen meinerseits vermeiden lassen. Ich würde mich freuen, wenn die Verantwortlichen zu dieser Angelengenheit im Speziellen und des illegal entsorgten Mülls im Stadttgebiet im Allgemeinen einmal Stellung nehmen würden. Sporadische Aufräumaktionen helfen da erfahrungsgemäß wenig. Es gibt Politessen, das wissen wir. Gibt es in Rostock auch Mülldetektive, wie in anderen Städten?

Bernd Bohnhof

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