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Verwertungs- und Bewertungsperspektive sind nicht identisch

Demokratie oder Farce? Verwertungs- und Bewertungsperspektive sind nicht identisch

Arne Schoor aus Rostock

Rostock. Wenn wir uns sicher wären, dass nicht überall die bürgerfernere Verwertungsperspektive bewusst oder unbewusst mit am Tisch der von einer Minderheit in Parlamenten repräsentierten Demokratie säße, ginge alles reibungsloser. Baumvernichtung, lähmende Stadtarchitektur, optische und dynamische Linearisierung statt Rhythmisierung unserer Stadt...

Viele fühlen es zwar nur, aber man kann es auch sehen, wenn man nicht nur auf seine Füße oder in den Terminkalender schaut. Bauen ist derzeit oft Manifestation unserer Ratlosigkeit in der Zeit- und Sinnmangelgesellschaft.

Warum läuft es mit Bauplanung und Bürger nahezu immer schief? Vermutlich wird die entscheidende äußere Raumperspektive viel zu spät kommuniziert. Die Akzeptanz von Einschränkungen der Raumperspektive wird intuitiv in Millisekunden von jedem von uns entschieden, da alle Sinne dafür optimiert sind. Hier könnte der Bürger dank moderner Hilfsmittel immer vorher unkompliziert mit entscheiden. Planer und Architekten hätten dann eine dem heutigen Befinden der Bürger angepasste und verbindlich einzuhaltende Raumlizenz für die funktionelle und ästhetische Umsetzung.

Wir reagieren emotional auf nichts sensibler als auf räumliche und zeitliche Manipulationen unserer Lebensumwelt, nicht nur bautechnische. Die Planungsprozesse fangen eventuell immer falsch herum an. Wir kennen es von anderen Prozessen schon lange. Das Windrad in Südrichtung treibt im falschen Winkel auch den größten Windkraftbefürworter in die Arme der Gegnerschaft. Ein paar Meter entscheiden manchmal...

Arne Schoor

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