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Demokratieverständnis in Lohme

Bürgerinitiative will 500-Betten-Projekt stoppen Demokratieverständnis in Lohme

Susanne Monz aus Lohme

Lohme. Zum Einwohnerantrag verweist Herr Bürgermeister Ogilvie auf einen seit 1994 gültigen Flächenwidmungsplan, mit welchem er das äusserst umstrittene Projekt begründet. Mehr als 20 Jahre mit allen Veränderungen - auch im touristischen Bereich - liegen zwischen diesen längst nicht mehr zeitgemäßen Plänen und heute.

Die Mehrheit der Einwohner spricht sich klar gegen dieses übereilt und ohne Rücksichtnahme auf die Gegebenheiten und Situation der Gemeinde entworfene Projekt aus. Hier wird eine nach heutigem Fachwissen vernünftige und wirtschaftlich sinnvolle Ortsentwicklung weit überschritten, von den negativen Einflüssen auf die Natur ganz zu schweigen.

Sämtliche Fragen zur Erhaltung sind ungeklärt, was bedenklich ist, da englische Landschaftsparks, Kurparks und Schwimmbäder bekanntlich erhaltungsintensiv und auch kostenintensiv sind. Kosten, für die die Gemeinde Lohme in Zukunft aufkommen muss und die mit den erwarteten Einnahmen aus der Kurtaxe für maximal drei voll ausgelastete Monate der neuen 500 Betten nicht finanziert werden können.

Diese Tatsachen werden jedoch vom Bürgermeister und der Mehrheit der Gemeindevertreter aus nicht nachvollziehbaren Gründen negiert mit der Einstellung: das wird sich dann schon irgendwie ergeben. Auch über die Zufahrtswege macht man sich keine Gedanken und nimmt in Kauf, dass man die zur Gemeinde gehörenden Orte Hagen, Nipmerow und Nardevitz zur touristischen Spitzenzeit einer zusätzlichen Verkehrsbelastung aussetzt, die diese Orte zu Straßendörfern mit Dauer-Durchzugsverkehr macht.

Ob es die zahlreichen Privatvermieter und ihre Gäste entlang dieser Straßen dann tröstet, dass sie dafür in Lohme ein Hotelschwimmbad benützen können, ist fraglich. Unter diesen Aspekten ist der letzte Satz des Bürgermeisters im OZ Artikel vom 14. April 2016 besonders bedenklich: "obliegt es der Gemeindevertretung auch, die die Zulässigkeit des Einwohnerantrags zu entscheiden" (Zitat Ende). Sollte dies heute tatsächlich der Fall sein, dass mit maximal 6 Stimmen dieser wichtige Einwohnerantrag gar nicht zur Beratung zugelassen wird, sondern sofort abgeschmettert, so tritt man damit die Demokratie und Bürgermitbestimmung mit Füßen.

Von Susanne Monz

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