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Infrastruktur muss angepasst werden

Die Insel verliert ihr Antlitz Infrastruktur muss angepasst werden

Eric de Roode aus Glowe

Glowe. Was ist denn in Teschenhagen groß geschehen? Da ist ein Streifen mickeriger, dünner Bäumchen abgenommen worden. Bäumchen die eigentlich schon längst verrottet hätten sein müssen, da sie fast ganzjährig im Sumpfwasser stehen. Ein echter Verlust... Was will Rügen nun?

Mukran lebt von der Hand in der Mund. Wird quasi gesund gebetet. Die Pipeline Geschichte ist bald wieder vorbei und dann? Aber solange die Fähren täglich wahre Kolonnen an schweren LKWs entladen die allesamt über die B 96 zum Festland kriechen, muss die Infrastruktur angepasst werden. Sachlich korrekt ist, dass diese Straße angelegt wurde, als die Pferdekutsche das Verkehrsmittel der Zeit war. Da wurden auch die Bäume daneben gepflanzt. Platz satt und bei der Geschwindigkeit ziemlich ungefährlich. Die Straßen sind für den heutigen Verkehr eindeutig zu schmal und bei LKW-Verkehr erst recht. Das ist Lebensgefährlich. Passiert etwas, bricht der Verkehr sofort auf der ganze Insel zusammen. Ich kann diese Heuchelei nicht mehr lesen.

Rügen lebt mindestens zu 95 Prozent vom Tourismus, also ist das Mindeste, was man erwarten kann, dass die An- und Abfuhr reibungslos funktioniert. Die Straße wird nicht für mehr Tourismus gebaut, wieder Populistisch, sondern um den vorhandenen Verkehr in geordneten Bahnen zu leiten. Zehn oder zwanzig Meter Sumpf mit Krüppelholz zu opfern, ist da kein Anlass Krokodilstränen zu vergießen und die Leser aufzuwiegeln. Der Ausbau dient dem Fortschritt, wir fahren nicht mehr in der Postkutsche oder in Trabants.

Jammern über Gänse die angeblich angestammte Futterplätze verlieren ist ebenso unsachlich und polemisch. Gänse sind schlau, die landen dort, wo Mais abgeerntet wurde. Und das ist immer woanders. Auch hinkt der Vergleich mit der Unfallstatistik. Bewerten sie mal die Unfälle nur auf die B 96 N und zählen sie nicht die von der alten dazu.

Die Insel verändert sich natürlich, sie könnte nur so bleiben, wenn der Tourismus so geblieben wäre wie in den siebziger Jahren. Wenig Trabis, Mopeds, Fahrräder und Zelten und Klappe halten. Ist sie aber nicht. Wer einmal drei Stunden gebraucht hat, um nach seinem Urlaub von der Insel zu kommen, den sieht man so schnell nicht wieder.

Eric de Roode

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