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Wer rettet historisches Wandbild in Prora?

Fledermäuse stoppen Schulabriss in Prora Wer rettet historisches Wandbild in Prora?

Stefan Stadtherr Wolter aus Berlin

Berlin. Der Schulabriss in Prora wirft die Frage auf, wie mit dem Wandbild des Usedomer Künstlers Klaus Rößler aus dem Jahr 1973 umgegangen wird. Es ist eines von ganz wenigen Relikten, die von der Bedeutung des einstigen Militärstandortes zeugen.

Seit 2012 bestehen Bemühungen, dieses Kunstwerk als ein Zeuge der Vergangenheit in die Erinnerungskultur einzugliedern, jedoch hat sich vor Ort bislang kein Geschichtsinteressierter und kein Verein gefunden, der sich diesem Bild ernsthaft annimmt. Der kulturhistorische Wert wurde in Binz erkannt, eine denkmalpflegerische Unterschutzstellung erfolgte nicht.

Bedenklich angesichts der einseitigen Deutung Proras als „ehemaliges KdF-Bad“. Hier ist mehr Engagement gefragt - über die Fledermäuse hinaus - auch wenn es sich "nur" um die Erfahrungsräume der geborenen Ostdeutschen handelt. Es steht zu befürchten, dass es dem Binzer Bürgermeister bei der Abrissaktivität in erster Linie um Geschichtsbereinigung im künftigen „Seebad Prora“ geht.

Stefan Stadtherr Wolter

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