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Nicht artgerecht

Bambi und Klopfer im Kindergarten Nicht artgerecht

Pauline Scheffler aus Greifswald

Greifswald. Mit Empörung habe ich Ihren Artikel "Bambi und Klopfer im Kindergarten" vom 04.11.2016 gelesen. Ich selbst habe in meinem Heimatort an einem Programm für den Schutz von Rehkitzen bei der Wiesenmahd teilgenommen und habe umfassende Erfahrungen mit dieser Tierart, auch insbesondere durch mein Studium.

Rehe besitzen einen ausgeprägten Fluchtinstinkt. Die Haltung dieser Tiere, ohne ihnen die Möglichkeit des Rückzuges zu bieten, kann leider nur als Tierquälerei bezeichnet werden. Der grundsätzlich lobenswerte Gedanke, dem Tier zu helfen, wurde hier zum Gegenteil gekehrt. Dem Reh wird nicht nur ein unglaublicher Stress durch den Lärm, den ständigen unfreiwilligen Körperkontakt und die Einzelhaltung zugemutet, man befördert hier ein Fluchttier auch völlig gedankenlos wie ein Gegenstand durch die Gegend. Wie kann man ein Wildtier täglich im Auto transportieren?

Warum wird keine artgerechte Einrichtung für das Reh gesucht? Es scheint, als würde die Unterhaltung der Kinder vor den Bedürfnissen des Tieres gestellt werden. Dass es sich hier auch noch um einen Naturkindergarten handeln soll, ist vollkommen unverständlich. Schon allein, dass ein Kaninchen in Einzelhaltung gehalten wird, widerspricht einer artgerechten Haltung vollkommen. Ich frage mich, wie sich diese Einrichtung als Naturkindergarten betiteln darf.

Dass die Tiere dann Namen von Trickfilmfiguren erhalten, zeigt das Verständnis den Tieren gegenüber - sie werden zum Spielzeug degradiert. Ich wünsche mir, dass Sie für Ihre Artikel demnächst kritischer recherchieren und eine solche Tierquälerei nicht verherrlicht wird. Für „Bambi“ wünsche ich mir, dass es schnellstmöglich in eine geeignete Einrichtung gebracht wird.

Pauline Scheffler

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