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Offene Fragen

Das Drama um die „Georg Büchner“ Offene Fragen

Albrecht Schneider aus Rostock

Rostock. Ich denke schon,daß die Stadt als solche richtig gehandelt hat, dieses Schiff oder sollte man besser sagen diesen Haufen Schrott zu veräußern. Die Kosten für eine Sanierung wären immens gewesen und das scheint mir auf Grund der Kassenlage nicht gerechtfertigt. Tradition hin oder her, dazu war es definitiv zu spät – dank des Vereins und seines Vorsitzenden.

Man sollte aber mal hinterfragen, inwieweit der GF des Traditionsvereins Herr Janssen da mit seine Finger im Spiel gehabt hat. Fakt ist ja nun mal und das ist auch nicht von der Hand zu weisen, daß er als GF dieses Schiff hat verkommen lassen, keinerlei oder nur das nötigste an Konservierung getätigt hat. Wer Ahnung von Schiffe hat, der weiß auch, was da an Aufwand zu betreiben ist. Ansonsten wäre es nicht in diesem desolaten Zustand.

Zum anderen, wie kommt Herr Janssen an einen Käufer von den Seychellen? Denkbar wäre ja, dass Schiff und Verein in den Konkurs getrieben wurden, um im Nachhinein noch richtig abzusahnen. Meiner Meinung nach sollte das ein Fall für die Staatsanwaltschaft sein, einmal die Machenschaften zu hinterfragen und zu durchleuchten. Wahrscheinlich wurde zuviel Energie verwendet einen dementsprechenden Käufer zu finden anstatt sich wirklich um das Schiff und seine Erhaltung zu kümmern.

Zum anderen finde ich die Reaktion von belgischer oder welcher Seite auch immer etwas verwunderlich, zumal die Belgier ja nur einen Euro dafür geben wollten. Zum Nulltarif bekommt man eben nichts auch nicht in Belgien…

Wenn es diesen Herrschaften wirklich um die Erhaltung gegangen wäre, dann hätten sie auch einen angemessenen Obulus gezahlt. Offenbar scheint auch hier einiges im Argen zu liegen. Aber jetzt auf einmal will man Geld im Überfluß haben, um das gesunkene Schiff nach Antwerpen zu schleppen um dieses dort aufzupäppeln – ein bisschen sehr billig. Möglicherweise ist das auch nur wieder ein Eiertanz, um sich wichtig zu machen.

Ich kann mir nicht vorstellen ,daß Belgien soviel Kohle im Überfluß hat,um diesen Schrotthaufen wieder zum Leben zu erwecken - da wird ein Neubau wohl preiswerter kommen. Aber bellen kann man ja schonmal... Business as usual!

 

Albrecht Schneider

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Danzig/Rostock
Auf dem Grund der Ostsee: Das Wrack der „Georg Büchner“.

Die ersten Bilder zeigen den auf der Seite liegenden Frachter auf dem Grund der Ostsee vor Danzig.

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