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Die Buschzulage gab es schon als Ostzulage

Zu wenig Lehrer: Koalition plant „Buschprämie“ Die Buschzulage gab es schon als Ostzulage

Holger Klein aus Rostock

Rostock. Die Buschzulage gab es schon als Ostzulage gleich 1990. Und zwar für westdeutsche Beamte, die sogenannte Aufbauhilfe im damaligen Osten leisten sollten und dafür von ihren Westbehörden aus den dortigen Amtsstuben abkommandiert wurden. Vielfach hatte man damals im Osten den Eindruck, es wurden gerade die in den Osten geschickt, welche es auch im Westen zu nichts gebracht hatten und sich im Osten nun bewähren durften, um ihren damaligen Arbeitgeber im Westen doch noch zu überzeugen.

Es gab gute und schlechte, aber den größten Eindruck hinterließen die neuen Raubritter, welche ihren befreiten Brüdern und Schwestern im ehemals kommunistisch unterdrückten Osten die Demokratie des Westens anheim kommen lassen wollten, um sie zum Kapitalismus und somit zur freien Marktwirtschaft zu bekehren.

Die Menschen gehen dahin, wo sie zufrieden und glücklich sind, gerade junge Menschen haben keine Zukunft in MV, weil viele Stellen mit alten Arbeitnehmern besetzt sind, wie in der Verwaltung, der Polizei, bei den Lehrern.

Aber das ist ja wohl auch verständlich und gleichzeitig ein Dilemma, diese Menschen werden auch gebraucht mit ihrem Erfahrungsschatz und sie wollen nicht abseits stehen oder ins Abseits abgeschoben werden.

Jeder wird gebraucht und die Regierung hat die verdammte Pflicht, dafür auch Sorge zu tragen. Einschließlich der Einbindung der Arbeits- und Jobcenter, welche die Menschen qualifizieren sollen und nicht nur drangsalieren. Kürzungen bei Ausbildung und Qualifizierung bringen doch nur weitere Spätfolgen mit sich, die vor sich her geschoben werden.

Und ein "Weiter so" in der neuen, alten Regierung von MV darf es einfach nicht geben. Zwei Wahlverlierer an der Spitze des Landes, eine fatale Außenwirkung dieser SPD-CDU-Regierung.

Holger Klein

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