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Merkwürdige Eile

Arndt-Streit: Entscheidung im Universitätssenat schon morgen? Merkwürdige Eile

Marianne von Weber aus Weitenhagen

Weitenhagen. Die Leitung der EMAU hat zu einem öffentlichen Forum am 21. April zum Namensstreit eingeladen. Zwei Tage vor der öffentlichen Anhörung zu Arndt findet turnusgemäß die Sitzung des engeren Senats statt. Das ist nicht zu kritisieren. Sehr bedenklich jedoch ist der TOP 5 – Änderung der Grundordnung. Zwei Lösungsangebote für eine „saubere“ Grundordnung sind im Angebot! Die eine Variante trägt u. a. in § 1 der Grundordnung den Namen Ernst Moritz Arndt, die andere Variante nicht. Warum überhaupt die zweite Variante jetzt - warum diese Eile?

Dieses Vorgehen ruft nur den Eindruck hervor, dass die Einladung der Senatsleitung der Ernst-Moritz-Arndt-Universität an die Bevölkerung und der Wille, die Entscheidung auf eine breite Basis zu stellen, nicht ernst gemeint sind. Kurz gesagt, das Ganze kommt als verspäteter Aprilscherz daher.

Interessant, dass der Bürger von Herrn Prof. Lang die rechtliche Zuständigkeit des Universitätssenats für die Namensgebung erklärt bekommt. Bislang hat niemand ernsthaft eine andere Zuständigkeit behauptet. Universitätsmitarbeiter wissen sehr wohl um den Vorteil der Hochschulautonomie. Ist in der Frage der Namensgebung aber wirklich allein die Universität gefragt und davon nur ein kleiner Kreis der Universität? Geht es nur um Rechtszuständigkeit, oder auch um Rückbindung an die Gesellschaft? Sollte deshalb nicht doch auch der Greifswalder Bürger mit in die Entscheidung einbezogen werden? Wie gut sind eigentlich die Argumente in dieser Frage, dies nicht zu tun? Vielmehr wird alles daran gesetzt, die Bevölkerung außen vor zu lassen. Vielsagend deshalb auch, den sogenannten offenen Dialog im 180 Sekundentakt zu führen und den dazu vorgegebene Termin auf einen Freitag von 14.00 Uhr – 16.00 Uhr zu legen, wo der Werktätige noch seiner Arbeit nachgeht. Es wird bestätigt, was wir schon lange ahnten: Es geht nicht wirklich um Offenheit hinsichtlich der Entscheidung und um breiten Konsens. Die Öffentlichkeit tritt eigentlich nur als Gegenstand einer Missionierung auf, um die schon getroffene Entscheidung interessierter Kreise contra Arndt zu rechtfertigen.

Wir Vorpommern und wir Mecklenburger und viele andere außerhalb unseres Bundeslandes sehen das anders und stehen zusammen. Ernst Moritz Arndt bleibt als fester Bestandteil des Namens unserer Universität!

Marianne von Weber

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