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Panik verbreiten oder gezieltes Handeln?

Caffier unterstützt neues Konzept zur Zivilverteidigung Panik verbreiten oder gezieltes Handeln?

Gunnar Fischer aus Altefähr

Altefähr. Die Zeitungen sind voll mit Artikeln zum neuen Zivilschutzkonzept und überbieten sich mit Panikthesen („Bundesregierung empfiehlt ,Hamsterkäufe'“) oder einer vermeintlichen Abwehr dieser. Ich reibe mir verwundert die Augen: Wäre es bei Einschätzung dieser neuen Gefahrenlage nicht wichtiger gewesen, zuerst einmal den Zivil- und Katstrophenschutz wieder zu stärken, d.h. z.B. durch Gewinnung von mehr ehrenamtlichen Helfern für den Zivilschutz - das wird schon schwer genug sein und passiert bestimmt nicht durch einen Knopfdruck - und in den Organisationen, die Zivilschutzaufgaben haben, auch wieder für diese auszubilden?

Meines Wissens nach gibt es z.B. (außer bei den Feuerwehren) kaum noch Atemschutz- und ABC-Schutzausbildung bei den anderen Organisationen wie THW, DRK etc. als obligatorischen Bestandteil der Grundausbildung, sodass diese bei einer „schmutzigen Bombe“ selbst handlungsunfähig wären.

Auch Dekonstellen vor Krankenhäusern, wie im Konzept geplant, könnten wohl zurzeit personell gar nicht besetzt werden, aber auch die Wiedereinführung einer regelmäßigen Ausbildung der Bevölkerung in Erste-Hilfe-Grundkursen wäre ein erster wichtiger Schritt. Das alles aber kostet natürlich dem Bund Geld, viel Geld. Panik zu verbreiten ist billiger.

Gunnar Fischer

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