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Unschuldige Kinder leiden mit

Hartz IV-Bezieher werden öfter bestraft Unschuldige Kinder leiden mit

Peter Stübe aus Ostseebad Nienhagen

Ostseebad Nienhagen. Es ist schon abartig, dass viele Hartz-IV-Bezieher Sanktionen in Kauf nehmen, weil sie gewissen „Auflagen“ nicht nachkommen. Das Jobcenter ist doch für sie (nicht alle!) sozusagen der „Arbeitgeber“, von ihm beziehen sie ihr „Einkommen“ durch Steuergelder aller arbeitenden Menschen. Wie kann man, oft wiederholt, Terminen nicht nachkommen oder keine Bewerbungen nachweisen usw.? (Das sollte wiederholt ein Arbeitnehmer machen, dem würde nicht Geld abgezogen werden, sondern er würde gekündigt werden!)

Besonders schlimm ist es, dass oft auch die eigenen Kinder sie davon nicht abhalten, diese dann unter den finanziellen Nöten mitleiden müssen. Das Kindeswohl bleibt dabei aus egoistischen Gründen auf der Strecke. (Da sollte man zu anderen Ländern sehen, wo es nicht solch soziale Maßnahmen gibt, wo oft alleinerziehende Mütter 2-3 Jobs annehmen, um ihren Kindern ein halbwegs vernünftiges Leben bieten zu können. Welch Kluft zwischen beiden Haltungen).

Ich vermisse dabei die Zusammenarbeit von Jobcenter und Jugendämtern, denn es sollte nicht bei den Sanktionen der Jobcenter bleiben, sondern auch die Jugendämter sollten mehr Druck auf diese Familien ausüben (können). Den Kindern solcher Familien werden doch von vornherein alle Chance für einen guten Start ins Leben genommen. Ein Single kann das mit sich selbst ausmachen, aber bei „beratungsresistenten Personen“ mit Familie leiden dann immer unschuldig die Kinder mit. Strafe in jedem Fall, aber bei Familien sollte das grundsätzlich mit einer Zuteilung einer Familienhilfe zusammengehen. Nur so kann den Kinder solcher Familien geholfen werden.

Langzeitbezieher dürfte es außerdem nur in besonderen Fällen geben, denn wie oft sieht man ältere Bezieher einen geringfügigen Job machen, jüngere dagegen seltener. Da besteht doch ein Zusammenhang zwischen Nichtwollen und Vernachlässigung von Pflichten, und da diskutieren welche von Abwägung von „Würde und Härte“ bei der Verhängung von Sanktionen? Jeder Elternteil sollte das Wohl seines Kindes als oberste Priorität ansehen und auch danach handeln, nicht nur „Bekundungen“ dazu abgeben, die der Realität oft nicht standhalten.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar!“ Das ist wahr, aber auch die der betroffenen Kinder. Und sie wird durch die Elternteile angetastet, die ihren Verpflichtungen gegenüber den Ämtern wiederholt nicht nachkommen und solche Sanktionen durch ihr bewußtes (Nicht-) Handeln erst heraufbeschwören!

Peter Stübe

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