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Vorwürfe aufklären

Fünf Stadtvertreter schmeißen hin Vorwürfe aufklären

André Werblow aus Hamberge

Hamberge. Als ehemaliger Bewohner der Schlossstadt möchte ich mich hier äußern und einige Dinge hinterfragen. Meine Heimatstadt liegt mir immer noch sehr am Herzen. Den offenen Brief, der in den sozialen Medien veröffentlicht wurde, habe ich gelesen. Der Bürgermeister, Herr Jung, weist alle Anschuldigungen von sich und erklärt, dass die gemachten Vorwürfe nicht konkret genug sind, um Stellung dazu nehmen zu können. Die Vorwürfe können auch nicht konkret öffentlich gemacht werden, da die Stadtvertreter an ihre Verschwiegenheitspflicht gebunden sind! Wenn Herr Jung an einer Aufklärung interessiert wäre, sollte er die Stadtvertreter von dieser Schweigepflicht entbinden, soweit es rechtlich möglich ist.

Ein anderer Weg wäre, wenn sich betroffene Bürger öffentlich über ihre Erfahrungen mit den Entscheidungen der Stadtvertreter äußern würden. Die fünf betreffenden Stadtvertreter sind Mitglieder der UWG, Der Linken und in einem Fall eine Einzelkandidatin. Ihre Entscheidung ist also parteiübergreifend getroffen worden und unterliegt offenbar keinen parteilichen Zwängen. Es handelt sich bei den Stadtvertretern um Bürger der Stadt, die aufgrund ihrer Persönlichkeit und ihrer Seriosität durch die Wähler das Vertrauen erhalten haben, deren Belange entsprechend zu vertreten. Offenbar fühlen sich die betreffenden Stadtvertreter unter den gegebenen Umständen nicht mehr in der Lage, ihren Auftrag mit reinem Gewissen zu erfüllen.

Ich neige dazu, den Ausführungen der fünf Stadtvertreter Glauben zu schenken, da sie einen solchen drastischen Schritt wohl nicht grundlos gewagt hätten. Ihnen war es offenbar nicht anders möglich, die breite Öffentlichkeit auf Missstände in der Stadtvertretung aufmerksam zu machen.

Die Aufgabe des Herrn Jung ist es nun, diese Vorwürfe umfangreich und für die Klützer Bürger transparent und nachvollziehbar aufzuklären. Wird dies nicht geschehen, bleibt nur eine Konsequenz: Neuwahlen! Die Regionalpolitiker sind Dienstleister und Interessenvertreter für ihre Wählerschaft. Wenn sie diesen Auftrag nicht verstanden haben, gehören sie nicht in ein politisches Amt.

André Werblow

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