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Prora-Zentrum präsentiert Bilder aus der KdF-Bauphase

Berlin Prora-Zentrum präsentiert Bilder aus der KdF-Bauphase

Stefan Dr. Stadtherr Wolter aus Berlin

Berlin. Merkwürdig. Während gerade in unmittelbarer Nachbarschaft des Bildungsvereins Prora-Zentrum e.V. das letzte Gebäude mit DDR-typischer Ausstattung (trotz Denkmalschutz) bis auf wenige Aussenmauern entsorgt wurde, präsentiert der Verein stolz eine Bilderausstellung zum KdF-Bau. Und zwar mit keiner Erwähnung, dass der einst unvollendete Rohbau nach Kriegsende in weiten Teilen demoliert und nur 10 Jahre später zur Grosskaserne aufgemauert wurde. Während Hitler der Bau keinen Besuch wert gewesen ist, beehrte Wilhelm Pieck seine 19.000 Helfer auf der Grossbaustelle. Und zwar zu einer Zeit, als stalinistische Grossbauten Konjunktur hatten. Nur wenige wissen noch, dass der Begriff "ehemaliges KdF-Bad", wie er heute werbewirksam wie geschichtsverfälschend auf Verkehrsschildern steht, nach 1990 (wieder)eingeführt wurde. Die jetzt gezeigten Bilder künden daher nur von der halben Wahrheit. Und das zu einer Zeit, in der mühsam um die richtige Interpretation des letzten authentischen Teils (Block 5) gerungen wird. Denn momentan ist am Koloss die dritte Bauphase in vollem Gange, ebenfalls unter Missachtung und Ausblendung der zweiten (DDR-)Phase.

Stefan Dr. Stadtherr Wolter

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