Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° Regen

Navigation:
Sachliche Diskussion

"Kurquartier" auf dem ehemaligen Rügenradio-Gelände in Lohme Sachliche Diskussion

Ilona Burwitz aus Lohme

Lohme. Zu den Leserbriefen zum Bauvorhaben in Lohme: In ihren Leserbriefen beschwerten sich Verfasser darüber, dass die Projektgegner nicht wüssten, gegen was sie eigentlich sind und für was sie stehen. Hier unsere Antwort: Wir sind gegen das gesamte B-Plan Projekt „Kurquartier, ehemals Rügen-Radio". Die derzeitige Planung ermöglicht mit ihren 55 000 bis 60 000 Quadratmetern Geschossfläche (allein in Vollgeschossen) neben allen definierten Planzielen , die Schaffung von mindestens 1500 Betten statt der als Planziel angegebenen 506 Betten.

Allein der Hotelrundbau hätte eine Grundfläche von 5000 Quadratmetern, was einem Gebäudedurchmesser von 80 Metern entspricht. Direkt daneben entstehen auf weiteren 4335 Quadratmetern Grundfläche ebenfalls zum größten Teil dreigeschossige Gebäude. Wir finden nicht, das dieser westliche Teil des Gesamtensembles „fast gar nicht zu sehen sein wird", wobei man sicher sein kann, dass diese Seesichtseite garantiert nicht mit Bäumen zugepflanzt wird.

Übrigens sind wir auf die Projektbefürworter zugegangen, in dem wir den Vorschlag der Telekom von 2013 aufgriffen. Dieser sah vor, lediglich ein Gebiet von 3,7 Hektar im westlichen Bereich des Geländes mit ca. 35 Wohn-und Ferienhäusern zu bebauen. Und wir stehen für die innerörtliche Verdichtung der Bebauung, z.B. Kinderheimgelände.

Zum Vorwurf, dass wir keinen Kurpark wollen: Wir sind nicht generell gegen einen Kurpark. Hier ein Originalsatz aus dem B-Plan: „Die mit dem Kurpark entstehende besondere Standortqualität wird sich positiv auf die Attraktivität und damit auch auf den Bodenwert der angrenzenden Baugebietsflächen auswirken und so die Vermarktung im Sinne der Grundstückseigentümer befördern." Wir meinen: Wenn die Investoren einen hochwertigen Kurpark brauchen, dann sollen sie ihn nicht nur bauen, sondern auch die Kosten für Pflege und Erhalt tragen. Die Kosten von ca. 100 000 Euro pro Jahr (Zahlen Gartenamtsleiterkonferenz - Arbeitskreis Organisation und Betriebswirtschaft nachzulesen) kann die Gemeinde nicht auch noch zusätzlich zu den Kosten für Straßen, Beleuchtung, Winterdienst usw., welche auf diesem Areal ja ebenfalls anfallen, tragen. Deshalb sind wir für den Bürgerentscheid zum Kurpark.

Abschließend möchten wir die Projektbefürworter bitten, doch mit sachlich richtigen Fakten zu argumentieren. So stehen im alten F-Plan keine 1000 Betten auf dem Gelände, sondern 600. Wir wehren uns mit diesem Brief gegen unsachliche Sticheleien, Verleumdungen und Unwahrheiten, mit denen wir in unserer eigenen Gemeinde schlechtgemacht werden, obwohl wir nur nicht wieder gutzumachenden Schaden von unserer Gemeinde und unseren Bürgern abwenden wollen.

Jörg Burwitz und Burkhard Rahn, Lohme

Ilona Burwitz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Leserbriefe
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Umfrage, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Umfragen" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Umfragen“ 2015-09-23 de MEINUNG Aktuelle Umfrage Ihre Meinung zählt: Geben Sie ein Votum ab zu aktuellen Themen aus Politik, Wirt- schaft und anderen Gebieten. Alle Umfragen auf einen Blick finden Sie hier.