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Syrischer Mitbürger kompensiert Polizei-Versagen

Mutmaßlicher Terrorist festgenommen Syrischer Mitbürger kompensiert Polizei-Versagen

Andreas Reith aus Zinnowitz

Zinnowitz. Welch ein Versagen der sächsischen Polizei: Sie lässt in Chemnitz vor aller Augen - bei einem geplanten Einsatz mit Großaufgebot von Spezialeinsatzkräften - einen mutmaßlichen, als hoch gefährlich eingestuften IS-Terroristen entkommen.

Doch damit nicht genug: Der Mann kann daraufhin offenbar unbehelligt mit dem Zug nach Leipzig fahren - trotz vorliegenden Fotos und Kenntnis seiner aktuellen Bekleidung. Selbst auf dem Leipziger Hauptbahnhof konnte er sich offensichtlich frei bewegen und nach einer Übernachtungsmöglichkeit herumfragen. Die sächsische Polizei musste davon ausgehen, dass er eventuell noch weitere Mengen des hochgefährlichen Sprengstoffs bei seiner Flucht bei sich trug. Dieser mutmassliche IS-Terrorist hätte in diesem Fall die Möglichkeit gehabt, sich mitten im belebten Leipziger Bahnhof in die Luft zu sprengen.

Erst einem beherzten und äußerst mutigen syrischen Mitbürger haben wir letztlich die Festnahme des IS-Terroristen zu verdanken. Und nicht die Polizei hat ihn letztlich dingfest gemacht: unser syrischer Mitbürger hat ihn zum Schein mitgenommen, sofort die Polizei verständigt und den mutmasslichen IS-Terroristen mit Unterstützung seines Mitbewohners sogar gefesselt an die Polizei übergeben.

Die Frage dürfte hier sicher erlaubt sein: In welcher Form übernimmt der Einsatzstab des sächsischen Innenministeriums und der Polizei die Verantwortung für dieses gravierende Versagen und die daraus resultierende Gefährdung der Öffentlichkeit? Und: Welche Form der Anerkennung ist für unseren syrischen Held vorgesehen?

Andreas Reith

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