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Wetterunabhängige Alternative

Plädoyer für Schwimmhalle am Baltic Platz Wetterunabhängige Alternative

Frank Wilke aus Kühlungsborn

Kühlungsborn. Ich erinnere mich noch daran, dass ich als Kind gern in unsere Schwimmhalle ging. Oft stand ich in dieser, vor der, für mich, riesigen Glaswand und schaute auf die Ostsee wenn es draußen stürmte. Dann tobten wir im Meerwasser der Schwimmhalle und ruhten uns im Anschluss auf der großen gefliesten Wärmebank, hinter den Startblöcken, wieder mit Blick auf die Ostsee, aus.

Unser Sohn lernte noch, kurz vor der Schließung der Schwimmhalle, in dieser schwimmen. Es gab viele Bemühungen für ein neues Schwimmbad. Die Bevölkerung war sogar mit bis zu 80 Prozent für einen Neubau. Aber erst einmal musste, verständlicher Weise, die Infrastruktur auf Vordermann gebracht werden, wie Straßen und Schulen.

Aber jetzt sehe ich die Zeit gekommen, Kühlungsborn noch einzigartiger werden zu lassen.

Andere Städte haben es längst mit Erfolg vorgemacht. Als Beispiel sehe ich das „Thalassozentrum ahoi“ am Meer in Cuxhaven, mit kostenlosem unterirdischen Parkdeck für Nutzer des Bades und deren Einrichtungen oder die „Grömitzer Welle“. Mit bezahlbaren Eintrittspreisen vor allem für Vielnutzer.

In Kühlungsborn könnte ein Bad entstehen mit einem verglasten lichtdurchfluteten großzügigen Innenstrand mit Sand und Strandkörben, so wie sie bei uns typisch sind, der die wunderbare Kulisse der Ostsee integriert, sowie eine Beachvolleyballanlage. Dazu ein Meerwassererlebnisbecken und Rutschen für die Kinder, abgetrennte Sportbecken für Fitnesskurse jeden Alters, für Training, Vereins- und Schulsport und die Ausbildung unserer Rettungsschwimmer im Ort. Diese Möglichkeiten heben die Lebensqualität für uns Bewohner, den Umkreis und die Erholungsqualität der Menschen, die bei uns ihren Urlaub verbringen. Die TSK in Kühlungsborn, die ansässigen Vereine und alle touristischen Unternehmer hier, bieten den Gästen unserer Stadt und uns Anwohnern viel Kultur und Events, vor allem in der Saison. Den Absturz Mecklenburg-Vorpommerns in der Gästezufriedenheit braucht sich in Kühlungsborn niemand anheften.

Es gilt jedoch eine touristische Alternative zu schaffen die wetterunabhängig ist. Der Klimawandel, sagen Wissenschaftler, wird mehr unbeständige Wetterlagen mit sich bringen. Den Vorgeschmack haben wir diesen Sommer erlebt. Ein Schwimmbad am Rande der Stadt spricht, meiner Meinung nach, weniger Interessenten an. Es ist kein Highlight, bietet nicht die Kulisse der Ostsee. Das vorhandene Schwimmbecken des „Morada“ Hotels ist für das Schwimm- und Rettungstraining nicht geeignet, keine Aussicht, kein Flair, günstige Tarife für regelmäßige Schwimmer? Fehlanzeige! Nicht gewollt. Auch im Hinblick auf die Bürgermeisterwahl hoffe ich, auf ein Stadtoberhaupt, welches trotz aller verwaltungsrechtlichen Vernunft und der Umsetzung der aktuell diskutierten Aufgaben, einen offenen Blick für neue Wege und Innovationen verkörpert, in die Zukunft schaut, nicht hier und da an ein paar Schrauben dreht und den Istzustand verwaltet.

Frank Wilke

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