Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Baustoffgewinnung in der Ostsee stoppen

Zehn Wochen nach Sturmflut: Viele Strände noch beschädigt Baustoffgewinnung in der Ostsee stoppen

Christian Schmidt aus Lohme

Lohme. Die allgemeine Verwunderung über die Schäden an den Sandstränden der Ostsee nach Hochwasser und Sturm ist immer wieder sehr groß, hat aber in vielen Stränden an der Ostsee Ursachen durch menschliches Verhalten. Seit Oktober 2016 wird bis heute ungebremst, unter anderem in der Tromper Wieck vor Glowe, Sand abgebaut und mit bis zu 3 Schiffen am Tag in den Industriehafen nach Lubmin verschifft, ohne dass irgendjemand dagegen protestiert. Der Bauboom an der Ostseeküste verlangt ja ständig neue Baustoffe.

Wenn man sich die Küstendynamik an den Sandstränden genau anschaut, ist nicht verwunderlich, wenn bei Hochwasser anschließend das Meer, die durch den Sandabbau entnommene Menge an Sand, durch wegspülen am Strand auszugleichen versucht. Die Logik der Abfolge lässt den Schluss zu, dass uns der Sand nicht durch das Meer von den Stränden „gestohlen“ wird, sondern durch die Baustoffindustrie! Macht ja nichts! Die Strände kann man ja anschließend durch Förder- bzw. Steuergelder, die das Landwirtschafts- und Umweltministerium dann gnädig vergibt, wieder neu aufspülen. Bis der Kreislauf wieder von vorn beginnt.

Man könnte das Geld auch an anderen Stellen sinnvoller ausgeben, wenn man keine Genehmigung mehr für die Sandentnahme erteilen würde.

Christian Schmidt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft-Leserbriefe
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Umfrage, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Umfragen" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Umfragen“ 2015-09-23 de MEINUNG Aktuelle Umfrage Ihre Meinung zählt: Geben Sie ein Votum ab zu aktuellen Themen aus Politik, Wirt- schaft und anderen Gebieten. Alle Umfragen auf einen Blick finden Sie hier.