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Wenn das Wörtchen wenn nicht wär

Luxus-Marina in den Kaiserbädern geplant Wenn das Wörtchen wenn nicht wär

Die Bäder Immobilien Usedom GmbH hat große Pläne mit dem Grundstück am Schloonsee, das gegenwärtig dem Unternehmen Engie gehört.

Stralsund. Die Bäder Immobilien Usedom GmbH hat große Pläne mit dem Grundstück am Schloonsee, das gegenwärtig dem Unternehmen Engie gehört. Engie hat der Gemeinde Heringsdorf angeboten, ihr das Grundstück in saniertem Zustand im Tausch gegen ein geeignetes anderes Grundstück, zunächst war von der Industriebrache Altes Klärwerk die Rede, denkbar könnte auch das Gelände Alte Russenkaserne sein, zu überlassen, wenn das neue Gelände in saniertem Zustand an Engie übergeben wird und Klagefreiheit besteht.

Nun hat Engie der Gemeinde sogar angeboten, den Förderbetrieb als eigene, selbständige Gewerbeeinheit zu installieren, damit die Gewerbesteuer in voller Höhe an die Gemeinde Heringsdorf gezahlt wird, 3-4 Millionen Euro jährlich sind im Gespräch.

Nun sollte man meinen, dass der potenzielle Investor positiv auf seinem Weg begleitet wird, aber was macht die Gemeindevertretung? Sie legt ihm Steine in den Weg und beauftragt den Bürgermeister alles zu tun, dass die Erdgasförderung verhindert wird. Die Gründe dafür sind mir unverständlich. Wenn man Angst vor dem Gas hat, weil es 0,5 Prozent Schwefelwasserstoff enthält, so sollte man bedenken, dass Biogas als gepriesene erneuerbare Energie den gleichen Anteil, teilweise sogar mehr als ein Prozent aufweist und dass die Sicherungsmaßnahmen bei der Biogasproduktion bei Weitem nicht den hohen Standards wie bei Erdgas entsprechen.

Wenn man Angst hat, dass die Erdgasförderung dem Tourismus wesentlichen Schaden zufügt, so kann ich mir nicht vorstellen, dass die Touristen z. B. den Bereich der Alten Russenkaserne als Ausflugsziel wählen, und die seit 50 Jahren laufende Erdölförderung aus der Lagerstätte Lütow hat dem Touristenstrom nach Usedom auch nicht geschadet.

Wer sich ehrlich und sachlich über Erdgas und Erdgasförderung informieren will, dem empfehle ich einen Besuch im Erdölmuseum Reinkenhagen, wo die Mitglieder des Fördervereins Erdöl und Heimat e.V. für Fragen und sachliche Informationen gern zur Verfügung stehen. Eine Anmeldung per Email oder Telefon ist sinnvoll.

Von Walter Stephan

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