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Gesundheits-Branche ist stärkster Job-Motor

Warnemünde Gesundheits-Branche ist stärkster Job-Motor

148000 Menschen arbeiten im Gesundheitsbereich

„Davon profitieren die Menschen im Land, aber auch bundesweit und international finden Life Science-Produkte und Dienstleistungen der Gesundheitsbranche Interesse.“ Lars Bauer, BioCon Valley

Warnemünde. Neuartige Stents für Herzpatienten, Lebensmittel aus Lupinen-Eiweiß, Hohlfasermembranen für Dialysegeräte, wirksame Medikamente: Mit innovativen Produkten drängen Firmen wie Clearum Poppendorf, DOT und Centogene Rostock, ProLupin Grimmen und die Braun-Gruppe Greifswald auf den Markt. Sie haben entscheidenden Anteil daran, „dass Mecklenburg-Vorpommern zu den wichtigsten Standorten der Gesundheitswirtschaft in Deutschland zählt“, sagt BioCon Valley-Geschäftsführer, Lars Bauer. Rund 140 Unternehmen und über 20

Forschungseinrichtungen im Life Science-Bereich unterstützt das 1996 entstandene BioCon Valley-Netzwerk bei der Markteinführung ihrer Entwicklungen. „Davon profitieren die Menschen im Land, aber auch bundesweit und international sind die Produkte und Dienstleistungen von Interesse“, so Bauer.

Allein im Life Science-Bereich stieg die Zahl der Jobs innerhalb von zehn Jahren um 3700 auf fast 12000. Als renommierter Branchentreff hat sich seit 2005 die Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft etabliert. Jedes Jahr zieht die Tagung rund 600 Experten nach Mecklenburg-Vorpommern. Nächste Woche findet sie in Warnemünde-Hohe Düne statt, zum 13. Mal bereits. Aktuelles Thema: „#Gesundheit2017 – Mensch und Markt in der Digitalen Gesundheitswelt“.

Landes-Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU), der auch Wirtschaftsminister ist, lobt die Branche als „stärksten Jobmotor“ im Land. Jeder fünfte Beschäftigte arbeitet in diesem Bereich – rund 148

000 Menschen. Bundesweit ist das MV Spitze: In keinem anderen Bundesland sorgen sich prozentual so viele Beschäftigte um Wohl und Wehe ihrer Mitmenschen. Auch viel Geld wird dafür ausgegeben. Über zwei Milliarden Euro flossen seit 1990 in 39 Krankenhäuser, über 60 Vorsorge- und Reha-Kliniken, Dutzende Kur- und Erholungseinrichtungen, in Pflegedienste, Medizintechnikfirmen und Gesundheitstourismus-Anbieter. „Das alles zeigt, dass Mecklenburg-Vorpommern zurecht damit wirbt, auf dem Weg zum Gesundheitsland Nummer eins zu sein“, meint Glawe. Er betont aber auch:

„International wettbewerbsfähige Produkte, wie die von Clearum, DOT oder Centogene – davon brauchen wir noch viel mehr.“

Elke Ehlers

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