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Madsack-Chef: „Die OZ steht vor einer guten Zukunft“

Madsack-Chef: „Die OZ steht vor einer guten Zukunft“

Gespräch mit Thomas Düffert, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung

„Wir glauben an guten Journalismus“: Thomas Düffert, Chef der Madsack Mediengruppe (l.), im Gespräch mit OZ-Chefredakteur Andreas Ebel.

Was schätzen Sie an Mecklenburg-Vorpommern und an der OSTSEE-ZEITUNG?

Thomas Düffert: Ich selbst komme von der Küste. Diese norddeutsche Ehrlichkeit und die Zurückhaltung, gepaart mit viel Heimatliebe, mag ich sehr. Und genau das schätze ich sehr an der OZ. Sie ist ein wichtiges Stück Heimat. Sie gibt den Menschen ihre Identität.

Worauf führen Sie das zurück?

Düffert: Die OZ setzt konsequent auf die lokalen und regionalen Themen. Schon auf den Titelseiten steht, was die Menschen zwischen Usedom und Nordwestmecklenburg fesselt und bewegt. Die Titelseiten der zehn Lokalausgaben der OZ unterscheiden sich täglich. Sie sind sehr auf die Interessen der Leser in den jeweiligen Gebieten zugeschnitten.

Haben Sie einen Lieblingsort in Mecklenburg-Vorpommern?

Düffert: Viele. Ich mag dieses Land einfach. Die Weite, die Natur, das Meer. Ich habe neulich mit Freunden eine Motorradtour durchs Land gemacht. Von Schwerin über die Dörfer bis nach Stralsund.

Es war traumhaft . . .

Madsack investiert in regionale Zeitungen wie die OZ. Warum?

Düffert: Wir glauben an guten Journalismus und setzen auf den Heimatfaktor. Kein anderes Medium kann das so gut spiegeln wie die Regionalzeitung. Die OZ steht vor einer guten Zukunft. Als starke Marke print und digital.

Was macht für Sie eine gute Regionalzeitung aus?

Düffert: Sie ist das soziale Netzwerk der Region. Sie ist informativ, kritisch, überraschend. Die Weltordnung ist unübersichtlicher geworden. Das Bedürfnis der Menschen nach Orientierung und Wahrheit ist groß. Wer überprüft die vielen Nachrichten aus dem Netz? Hier schlägt die Stunde des unabhängigen Journalismus unserer Zeitungen.

Was und wie lesen Sie?

Düffert: Ich bin ein Zeitungs-Junkie durch und durch (lacht). Ich lese zu Hause und im Büro besonders gerne auf Papier, unterwegs auf dem Smartphone. Ich habe alle Apps unserer Zeitungen und lese sie regelmäßig.

Mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland macht die Madsack Mediengruppe bundesweit Schlagzeilen bei der überregionalen Berichterstattung. Kritiker werfen Ihnen Gleichmacherei vor.

Düffert: Gleichmacherei ist es, wenn Zeitungsverlage aus Kostengründen nur noch Texte von Nachrichtenagenturen drucken. Wir setzen auf selbst recherchierte Themen unserer Experten, die in unserem Hauptstadtbüro oder in den Redaktionen der Madsack-Zeitungen arbeiten. Die überregionalen Seiten produzieren wir in Hannover und bieten sie unseren Chefredakteuren an. Sie entscheiden, welche Seiten und Inhalte ins Blatt kommen.

Plant Madsack, weitere Zeitungen zu kaufen?

Düffert: Wenn es weitere Titel gibt, die zu uns passen, ist es möglich. Frei nach unserem Leitsatz: Wir sind regional erfolgreich in einem starken Verbund. Es gibt auch immer mehr Medienhäuser, die mit uns kooperieren wollen.

Interview: Andreas Ebel

Zur Person

Thomas Düffert ist seit Juli 2013 Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung der Madsack Mediengruppe.

Seine Karriere im Verlagswesen startete der Diplom-Betriebswirt bei Gruner + Jahr, dort trat er 1996 in den Vorstandsbereich Zeitungen ein. Nach verschiedenen Managementpositionen im In- und Ausland übernahm er 2005 die Leitung des Bereichs Zeitungen und 2006 den

Vorsitz der Geschäftsführung der Dresdner Druck und Verlagshaus Mediengruppe (Sächsische Zeitung, Morgenpost). 2010 wechselte er als stellvertretender Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung zu MMadsack, 2013 übernahm er den Vorsitz der Konzerngeschäftsführung der Mediengruppe.

OZ

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