Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Millionen lieben Traumschiff-Urlaub

Rostock Millionen lieben Traumschiff-Urlaub

Die Kreuzfahrt-Branche setzt auf Wachstum / Mecklenburg-Vorpommerns Häfen stellen sich breit auf

Der Rostocker Überseehafen ist Deutschlands größter Ostseehafen. Rostock Port punktet mit steigenden Umschlagzahlen. Fast 27 Millionen Tonnen Güter gingen dort 2016 über die Kaikanten. Zum positiven Ergebnis trägt der Fährverkehr nach Skandinavien bei.

Quelle: Foto: Wüstneck/dpa

Rostock. Die Zwei-Millionen-Marke ist geknackt! 2016 gelang der Traumschiffbranche erstmals der Sprung über die Traummarke: 2,02 Millionen Passagiere reisten auf deutschen Kreuzlinern über die Weltmeere, elf Prozent mehr als im Jahr zuvor. Unangefochtener Marktführer ist Aida Cruises – mit 909000 Gästen.

Die Branche ist überzeugt, dass in den nächsten Jahren noch mehr Urlauber Gefallen an Kreuzfahrten auf Meeren und Flüssen finden. Aida setzt deshalb konsequent auf Wachstum. Auf Mallorca wird am 30.

Juni das 12. Schiff der Kussmund-Flotte getauft – die „Aidaperla“. „Mit jedem Schiff eröffnen wir unseren Gästen neue Erlebniswelten“, verspricht Aida-Präsident Felix Eichhorn. Im Februar war in Papenburg (Niedersachsen) schon Baustart für den nächsten Kreuzliner der Rostocker Reederei, auch das 14. Schiff ist bereits bestellt.

Das Reisen auf Flüssen erfreut sich ebenfalls großer Beliebtheit. Jörg Eichler, Chef der A-Rosa Flussschiff GmbH Rostock, kann stolz behaupten: „Auch wir gehören zu den Top-Gewinnern im Tourismus.“

Mit elf Schiffen, 85000 Gästen und 86 Millionen Euro Umsatz war 2016 für die Reederei das erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte. Auch die A-Rosa-Visionäre träumen von einer neuen Schiffsgeneration. „Mit mehr Platz am Pool und in Restaurants zum Beispiel“, so Eichhorn.

Von der Kreuzfahrtbegeisterung profitieren außerdem die Häfen im Land. „Zu uns kommen Gäste aus der ganzen Welt“, freut sich Christian Hardt, bei Rostock Port für die Kreuzschifffahrt zuständig.

190 Schiffsanläufe, 36 verschiedene Ozeanriesen und bis zu 800000 Reiselustige, die an und von Bord gehen – damit ist Rostock die Nummer eins an der deutschen Ostsee. Hochseekreuzliner steuern aber auch Wismar und Sassnitz an. Stralsund begrüßt zudem bis in den Oktober hinein 120 Mal Flusskreuzliner, die über Oder und Stettiner Haff in die Hansestadt schippern.

„Kreuzfahrtschiffe sind ein Standbein, das gut zu uns passt“, sagt Sören Jurrat vom Landes-Branchenverband der Hafenwirtschaft. „Aber sie sind natürlich nur ein Teil unseres Geschäfts.“ Rostocks Überseehafen ist auch im Frachtgeschäft der Spitzenreiter. 27 Millionen Tonnen Ladung gehen dort pro Jahr über die Kaikanten. Doch nicht nur der Branchenprimus investiert, um sich für neue Aufgaben zu wappnen. Auch Wismar, Stralsund, Rostocks Fischereihafen und Sassnitz-Mukran sind „Umschlagmillionäre“ und rüsten sich mit möglichst breitem Angebot für die Zukunft. Insgesamt werden in MV-Häfen pro Jahr etwa 40 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen.

Elke Ehlers

Mehr zum Artikel
Heringsdorf
Diskussionsfreudiges Podium: v.l. Thomas Heilmann (Kurdirektor Kaiserbäder), Sebastian Ader (TVIU-Chef), Matthias Wolters (Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern), Uwe Wehrmann (Hotelier) und Alexander Birkholz (Strandkorbvermieter). FOTOS (2): STEFFEN ADLER

Usedomer Touristiker diskutierten gestern über Qualität und neue attraktive Angebote

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Zukunft
Sonderausgabe als E-Book