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„OZ-Impuls“: Muskelkater jenseits der Komfortzone

Rostock „OZ-Impuls“: Muskelkater jenseits der Komfortzone

Wie junge Leute bei in Rostock den Journalistenalltag kennenlernen und ihrem Traumberuf Stück für Stück näher kommen.

OZ-„Impulser“ unter sich (v.l.): Sophie Schröder (21), Katharina Werner (22), Sarah Writschan (22), Lara Lichtenthäler (21), Moritz Naumann (28), Lea-Marie Kenzler (23), Verena Schulz (23), Carolin Pohlmann (19) und Lara Schrader (19). Die junge Kreativschmiede trifft sich regelmäßig im Medienhaus der OSTSEE-ZEITUNG.

Quelle: Foto: Dietmar Lilienthal

Rostock. Traumberuf Journalist: Viele junge Menschen träumen davon, für die Zeitung zu schreiben. Dass da neben Interviews und Fototerminen auch mal Muskelkater zum Alltag gehören kann, hat Kim Laura Langenfeld (22) herausgefunden. Sie arbeitet bei „OZ-Impuls“ mit und hat für einen Artikel im Rostocker Lokalteil einen Poledance-Kurs besucht.

„Das Leben beginnt am Ende der Komfortzone“, schreibt sie in ihre Kolumne über Geheimtipps in Rostock. Erdacht und umgesetzt wurde die Serie von „OZ-Impuls“, einer Arbeitsgruppe von rund 30 jungen Menschen, die erste Erfahrungen im Journalismus sammeln. Geleitet wird die Gruppe vom „OZ-Labor“, in dem vier Studierende seit drei Jahren Konzepte für junge Leser entwickeln.

Am Ende der Komfortzone beginnt manchmal auch der Alltag eines Journalisten, lernen die „Impulser“. Man darf keine Scheu haben, fremde Menschen anzusprechen und spontan mutige Fotomotive auszuprobieren. Das Ergebnis in der Zeitung zu sehen, ist für die jungen Nachwuchsjournalisten ein Höhepunkt: „Es war cool, meinen allerersten Artikel in der OSTSEEZEITUNG zu lesen, mit Foto und allem", sagt Sophie Schröder (21).

„Megacool“ findet sie außerdem, „wenn der Chef vom Dienst erklärt und zeigt, wie man eine Nachricht schreibt.“ Exklusiv für „OZ-Impuls“ bieten Profis von der OZ nämlich Workshops an. Wie schreibt man eine Reportage? Wie findet man in kurzer Zeit das beste Fotomotiv? „Ziemlich aufregend und interessant“ fand Impuls-Mitglied Sarah Writschan (22) aber nicht nur Fotografie- und Schreib-Workshops, sondern auch, dass sie den Chefredakteur einen Tag lang begleiten konnte. „Hier durfte ich bei verschiedenen Konferenzen dabei sein, eine eigene Blattkritik vortragen und näher in den Online-Bereich reinschauen.“ Ihre Komfortzone hat sie dabei ebenfalls verlassen. Blattkritik heißt nämlich, vor Chefredaktion und Ressortleitern die aktuelle OZ-Ausgabe einzuschätzen. Keine leichte Aufgabe, die aber auch die ehemalige Impulserin und Studentin Sophie Martin (24) bewältigt hat. Das Ergebnis: „Heute gestalte ich als Werksstudentin Inhalte für die Online-Redaktion der OZ.“

Praxiserfahrung – eine Prämisse für angehende Journalisten. Ob durch Praktika, freie Mitarbeit oder eben durch „OZ-Impuls“. Das weiß auch Carolin Pohlmann (19): „Ich kann mir gut vorstellen, später mal beruflich für eine Zeitung zu schreiben“, erzählt sie. Sie schätzt, dass bei „OZ-Impuls“ eine so freundschaftliche Atmosphäre herrscht. Das sieht Sarah Writschan genauso: „Mir gefällt, dass wir dazu angeregt werden, unsere eigenen Ideen und Wünsche miteinzubringen.“ Es mache immer sehr viel Spaß, im Team mit anderen zu arbeiten, so Pohlmann, „und etwas auf die Beine zu stellen, von dem am nächsten Morgen ganz Rostock lesen kann.“ Dafür verlassen die Nachwuchsautoren auch gern mal ihre Komfortzonen. Selbst wenn sie für die Recherchen mal an die Poledance-Stange müssen.

„OZ-Impuls“ in Rostock und auf Usedom

„Selber machen“ – das ist das Motto von „OZ-Impuls“. Gegründet wurde die Arbeitsgruppe im Dezember 2015. Seitdem werden in zweiwöchentlichen Treffen Konzepte entwickelt und Texte geschrieben.

Seit Mai gibt es auch eine „Impuls“– Gruppe auf der Insel Usedom, weitere sind in Planung. OZ-Impuls heißt gern neue Mitglieder willkommen. Zielgruppe: Schüler, Studierende und Azubis zwischen 18 und 30 Jahren.

Karolin Hebben

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