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Der leidige Kampf gegen das Einschlafen

Der leidige Kampf gegen das Einschlafen

Was alles so auf den Bildschirm kommt ... Horror in vielen Spielarten

Inzwischen lässt die ARD größere Teile ihres Programms von Eckart von Hirschhausen ausfüllen. Der TV-Mediziner ist eine richtige Moderationsmaschine, er spulte auch die 90 Minuten von „Hirschhausens Quiz des Menschen“ (ARD, 7. September, 20.15 Uhr) ab wie ein freundlicher Roboter. Das sind recht interessante Quizfragen zur Funktionsweise des menschlichen Körpers. Aber schon fünf Minuten nach der Sendung ist alles wieder vergessen. Und das ist gut so.

Manchmal ist die Programmgestaltung bei Arte merkwürdig. Oder soll man sagen: Fragwürdig? Jedenfalls gab’s letzte Woche ein Frühwerk von David Cronenberg, der sich ja als Regisseur von „Die Fliege“

(1986), „Naked Lunch“ (1991) oder „eXistenZ“ (1999) einen Namen gemacht hat. Zu sehen war nun „Die Brut“ (Arte, 7. September, 23.35 Uhr). Ja, dieser Titel klingt schon mal nicht gut. Aber der späte Ausstrahlungsplatz muss nichts bedeuten, denn sehr oft wird gute Spielfilm-Qualität tief in die Nacht verbannt, eine komische Sitte seit vielen Jahren im deutschen Fernsehen. Aber in diesem Fall? Purer Horror! Darum gab’s das Spätfernsehen also aus Jugendschutzgründen, dieser Streifen von 1979 ist ein Cronenberg-Frühwerk. Solche alten Horrorschinken lassen sich noch richtig Zeit – langsamer Spannungsaufbau, gute Schauspieler, geschmackvolle Ausstattung und im Untergrund immer eine gewisse ungute Spannung. Und dann wird es eklig. Wie auch immer – „Die Brut“

liegt noch bis zum 7. Oktober in der Arte-Mediathek zum allgemeinen Gruseln bereit.

Radio im Fernsehen? Klingt komisch, war aber so. Und zwar beim „Deutschen Radiopreis 2017“ , die Preisverleihung wurde am 7. September auch von einigen dritten TV-Programm ausgestrahlt – vom NDR-Fernsehen um 22 Uhr, vom WDR-Fernsehen erst um 0.10 Uhr. Die TV-Ausstrahlung war wohl schon deswegen notwendig, um die Elbphilharmonie auch richtig zu zeigen, in der das alles stattfand. War bestimmt teuer. Für eine reine Radio-Übertragung hätte auch irgendeine Mehrzweckhalle im Münsterland als Veranstaltungsort ausgereicht. Nun saß man da als TV-Zuschauer wie ein Zaungast auf einer kuriosen Branchenmesse und sah zum Teil Leute, die man nie wieder sehen wird. Außer Barbara Schöneberger natürlich, die solcherart Preisverleihungen offenbar gerne moderiert. Zwischendurch erschienen Künstler wie Peter Maffay, damit man nicht einschläft. Zu spät.

OZ

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