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Die guten Seiten der Langeweile

Die guten Seiten der Langeweile

Was alles so auf den Bildschirm kommt ... Populärwissenschaftliches und Privates

„Leschs Kosmos“ (ZDF, 5. Dezember, 23.15 Uhr) ist eine von jenen populärwissenschaftlichen Sendungen, die das öffentlich-rechtliche Fernsehen einfach senden muss, damit das Volk nicht komplett verblödet. Bildungsauftrag nennt man sowas. In diesem Fall leider erst zu später Stunde, als Michael Lesch uns die Welt erklärte. Und zwar „Die geheime Macht der Langeweile“ , womit nicht das ZDF-Programm an sich gemeint ist, sondern die ereignislosen, aber trotzdem irgendwie wichtigen Phasen unseres Lebens. Die Langeweile ist selten geworden, weil sie sofort mit irgendwas gefüllt werden muss. Meistens wird, wenn mal nix Besonderes im Leben passiert, auf dem Smartphone herumgezuppelt. Das muss nicht sein! An dieser Stelle tritt Michael Lesch als populärwissenschaftlicher Erklärbär auf und lehrt: Ohne Langeweile kann auch keine Kreativität entstehen. Die begleitenden wissenschaftlichen Erläuterungen liegen jetzt in der ZDF-Mediathek vor!

Einfach Langeweile mal zulassen, selbst dann, wenn das Fernsehen langweilig wird – dranbleiben!

Eine kleine Lehrstunde über das Leben war auch die Doku „Robin Williams, viel mehr als witzig“ (Arte, 3. Dezember, 21.55 Uhr), die an den 2014 verstorbenen Schauspieler und Comedian erinnerte. Filme mit Robin Williams kennt jeder, eine Perle ist zum Beispiel „Zeit des Erwachens“ (1991), berühmt sind natürlich auch „Good-Morning, Vietnam“ (1987) oder „Jumanji“ (1995).

Das Interessante war hier jedoch das Williams-Frühwerk, als Comedian oder auch als Hauptdarsteller in „Mork vom Ork“. Der Mann war in seinem Werk alles andere als langweilig.

Eine besondere Form von Unterhaltung probiert der Fernsehsender Vox mit der Doku-Soap „6 Mütter“ (5. Dezember, 20.15 Uhr), in der das Leben der von sechs Promi-Supermüttern dargestellt wird. Das sind Ute Lemper, Patricia Kelly, Verona Pooth, Caroline Beil, Mirja du Mont und Anne Sophie Briest. Das Format heißt übrigens „Personalitydoku“, so nennt es meine TV-Zeitschrift jedenfalls, in der auch großflächige Werbung dazu zu sehen ist. Als Gastgeberin der „6 Mütter“ fungiert übrigens die Künstlerin Ute Lemper. Damit der einzige Weltstar unter den in dieser Serie dargestellten Frauen, die sich mit ihrem Privatleben dem Zuschauer darbieten, zwischen Karriere und Mutterglück. Ein Blick hinter die Kulissen, den man sich auch von Familien wünscht, die ihr Geld normal verdienen.

OZ

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