Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Glauben, denken, handeln

Glauben, denken, handeln

Was alles so auf den Bildschirm kommt ... von der ARD-Themenwoche bis zur LSD-Therapie

Eine Themenwoche unter dem Titel „Woran glaubst du?“ geht gerade in der ARD über die Bühne. Eine spannende Sache, weil diese Frage nicht nur an Religionen festgemacht wird, sondern auch an Werten allgemein. Die Tendenz der Themenwoche geht aber dahin, die großen Weltreligionen miteinander zu vergleichen, allerdings, ohne ein abschließendes Urteil zu fällen wie zum Beispiel bei der Stiftung Warentest oder bei der Dekra üblich. Dennoch: Etwas eigenartig war dieser Religions-Vergleich in der Doku „Was glaubt Deutschland?“ (ARD, 12. Juni, 23.30 Uhr), in der alles eine persönliche Perspektive bekam: Reporter Steffen König reiste durch Deutschland, um sich mit Interviewpartnern zu treffen. Das war der sachliche Teil. Zunächst aber war der Reporter zu Hause mit seinen beiden Söhnen zu sehen, wo er sich mit ihnen über menschliche Werte austauschte. Später saß Steffen König nachdenklich auf einer Parkbank oder ging durch deutsche Innenstädte und machte sich so seine Gedanken. Nett gemeint. Ohne diese „Rahmenhandlung“ wäre die Doku zwar zwanzig Minuten kürzer, aber auch gehaltvoller geworden. Vorläufiges Fazit der ARD-Themenwoche: Soweit möglich, sollte man denken statt glauben.

Spannende Künstlerbiografien sendet Arte immer mal wieder, aber selten so klasse wie „Cary Grant – Der smarte Gentleman aus Hollywood“ (Arte, 11. Juni, 22.05 Uhr). Wobei schon der Titel falsch war, denn Cary Grant (1904-1986) kam nicht aus Hollywood, sondern aus der englischen Hafenstadt Bristol, er machte sich als Jugendlicher auf den Weg in die USA. Und er hieß auch nicht Cary Grant, sondern Archibald Alexander Leach. All diese Infos waren kunstvoll in diesem Porträt verarbeitet. Und die tragische Familiengeschichte, dann die Cary Grants LSD-Therapie ... Das alles ist noch bis Freitag in der Arte-Mediathek zu sehen.

Was ist eigentlich aus Sat.1 geworden? Das kann man sich manchmal fragen, denn mit dem Weggang von Harald Schmidt verlor der Sender vor vielen Jahren sein letztes Stückchen Relevanz und lebt heute von komischen Dokusoaps oder Spielfilmen, die keiner braucht. Aber ein deutscher Streifen wie „Russendisko“ (Sat.1, 13. Juni, 20.15 Uhr) bringt diesen Sender wieder zurück auf den Zuschauer-Radar, auch nur dann, wenn er einen Bezug zu Wladimir Kaminer hat. Auch wenn zwischen Darsteller Matthias Schweighöfer und Wladimir Kaminer Welten liegen.

OZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Wahl in Großbritannien
Die britische Premierministerin und Vorsitzende der Conservative Party, Theresa May, am Freitag bei der Bekanntgabe des Ergebnisses in ihrem Wahlkreis Maidenhead.

Harter Brexit-Kurs, Soziales, innere Sicherheit: Für ihre Position zu diesen Themen haben viele britische Wähler Theresa May abgestraft. Trotzdem will die Konservative ihre Partei an der Regierung halten. Die Irritation darüber ist teils groß - nicht nur im Land selbst.

mehr
Mehr aus Interaktiv