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Warum heißt es „über“ oder „an Bord gehen“?

Warum heißt es „über“ oder „an Bord gehen“?

Wer auf einer Seefahrt einen über den Durst trinkt und nicht aufpasst, dem kann es passieren, dass er schwankend über Bord geht.

Wer auf einer Seefahrt einen über den Durst trinkt und nicht aufpasst, dem kann es passieren, dass er schwankend über Bord geht. Sollte er dieses Missgeschick überleben, wird er vermutlich nie mehr an Bord eines Schiffes gehen werden. Vielleicht aber traut er sich noch an Bord eines Flugzeuges. Da kann man schließlich nicht so ohne weiteres aus dem Fenster fliegen.

Warum eigentlich sprechen wir in diesen Fällen von „Bord“? Hat es irgendetwas mit dem Bord an der Wand zu tun? Laut dem Etymologischen Wörterbuch des Deutschen von Wolfgang Pfeifer bedeutet das Wort Bord ursprünglich ein bestimmten Zwecken dienendes „Brett“ bzw. das aus Brettern Gefertigte. Das hat die Arbeitsstelle für Sprachberatung und Sprachauskunft der Universität Vechta recherchiert. Das Wort Bord bezeichnet einerseits ein Brett an der Wand, andererseits den Rand eines Schiffes. Seit dem 15. Jahrhundert ist „an Bord“ im Sprachgebrauch belegt und wird im 20. Jahrhundert dann auch von der Luftfahrt übernommen – obwohl es hier natürlich nichts gibt, was einem Schiffsrand gleicht. Inzwischen begrüßen sogar in Zügen die Lokführer ihre Gäste herzlich „an Bord“ eines ICs oder ICEs.

OZ

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